Millionen Projekt: Busse der Zukunft werden getestet

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Die Moselbrücke führt von Perl in Deutschland nach Schengen in Luxemburg.

Bildquelle: (dpa / Romain Fellens)

SAARLAND. Im Grenzraum zwischen dem Saarland, Frankreich und Luxemburg werden in den nächsten drei Jahren Busse für zukünftigen Pendlerverkehr getestet. Nach Angaben des saarländischen Wirtschaftsministeriums vom Dienstag wird über die deutsch-französische Grenze zwischen Überherrn und Creutzwald ein automatisierter Elektrobus erprobt.

Zwischen Luxemburg und Thionville in Frankreich wird ein konventionelles Fahrzeug getestet, das aber nur den tatsächlichen Bedarf deckt – also ohne Fahrplan, feste Haltestellen oder Linienpläne auskommt.

Die Umsetzung der beiden Projekte soll ab Januar 2019 beginnen. Sie sind Teil eines sogenannten Interreg-Projektes, mit dem die EU die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Regionen und Städten unterstützt. Die beiden «Terminal»-Projekte der Großregion werden in den kommenden drei Jahren drei Millionen Euro kosten, von denen zwei Drittel vom EU-Regionalfonds finanziert werden.

Die Projekte werden im Saarland von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw) betreut. Zunächst werde geprüft, wie sich verkehrsrechtliche Vorgaben und beispielsweise Kommunikationsnetze in den drei Testländern unterschieden. Die Analyse sei Grundlage für den konkreten Einsatz über Grenzen hinweg. Der automatisierte Elektrobus soll im Praxistest zunächst ohne Passagiere und im Kundenbetrieb zunächst mit Fahrer unterwegs sein.

Mit den Erprobungen werde «Bewegung in unser trinationales Testfeld» gebracht, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Die Tests mit dem automatisierten elektrischen Minibus seien «ein echtes Leuchtturmprojekt für die Großregion».

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