Klima: Trier mit längster Hitzewelle seit 1955 – 20 Sommertage mehr in RLP

0
Foto: Julian Stratenschulte / dpa-Archiv

TRIER/MAINZ. Das Rheintal zwischen der Südpfalz und Bingen gehört zu den Hotspots des Klimawandels: Im Oberrheingraben werden inzwischen rund 60 Sommertage im Jahr gezählt, das sind Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 25 Grad.

Die Anzahl dieser Sommertage ist seit 1951 um rund 20 gestiegen, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Rheinland-Pfalz-Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen hervorgeht. Im landesweiten Mittel gibt es etwa 40 Sommertage pro Jahr. Weniger als 20 Sommertage werden nur noch in den Hochlagen von Hunsrück, Eifel und Westerwald gezählt.

«Hitzewellen wie in diesem Sommer treten in unserem Bundesland zunehmend häufiger auf und sind oftmals auch intensiver als in der Vergangenheit», erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) bei der Vorstellung des Berichts.

In Trier sei in diesem Sommer mit 28 Tagen die längste seit 1955 beobachtete Hitzewelle verzeichnet worden. «Der Klimawandel ist Realität und auch bereits in Rheinland-Pfalz deutlich spürbar.»

Die Jahresdurchschnittstemperatur für Rheinland-Pfalz ist dem Bericht zufolge seit 1881 um 1,5 Grad gestiegen – deutschlandweit waren es 1,4 Grad. Innerhalb Deutschlands zähle Rheinland-Pfalz «zu den am stärksten von den direkten klimatischen Auswirkungen betroffenen Regionen».

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.