Krankenhausgesellschaft: Keine Betten zu viel

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz ist nicht der Meinung, dass es Tausende Betten zu viel in den Kliniken im Land gibt. «In den letzten Jahren hat die Anzahl der im Krankenhaus behandelten Patienten beständig zugenommen», teilte sie am Mittwoch in Mainz mit.

Die Zahl der vollstationär behandlungsbedürftigen Patienten sei zwischen 2009 und 2016 um rund zehn Prozent gestiegen. Insofern sei nach einer ersten Einschätzung nicht nachvollziehbar, wie das Gutachten für den neuen Landeskrankenhausplan zu einem Bettenüberhang von mehr als 2600 komme.

Am Dienstag hatte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) über Einzelheiten des vom Ministerium in Auftrag gegebenen Gutachtens sowie den Stand der Planung für den Krankenhausplan informiert. Er soll bis Ende 2018 fertig sein und von 2019 bis 2025 gelten. Die Ministerin betonte, das Gutachten sei nur ein Baustein für den Plan, zu erwarten sei nur ein «leichter Bettenabbau». Das sei erfreulich, teilte die Krankenhausgesellschaft mit.

Die Krankenhausgesellschaft teilte weiter mit, das Gutachten werde nun in den Gremien eingehend beraten. Zu begrüßen sei auch, dass die Ministerin wie die Gesellschaft einen Bedarf an zusätzlichen Betten in der Altersmedizin und Psychiatrie sehe. Grundsätzlich sei für den neuen Plan neben der künftigen Bettenzahl auch wichtig, dass er in seiner Prognose medizinische Trends abbilde und Angaben dazu mache, wie «patientennahe Versorgungsstrukturen» auch auf dem Land erhalten bleiben sollen. Die Krankenhausgesellschaft vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 100 Kliniken im Land.

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