Videobeweis in der Kreisliga? So urteilt das Sportgericht!

0
Ein Schiedrichter beim Videobeweis. In Kaiserslautern kam es jetzt im Amateurfussball auch dazu - Allerdings mit einem Handy! Foto: dpa-Archiv

RHEINLAND-PFALZ. Den umstrittenen Videobeweis in der Kreisliga hat es gar nicht gegeben, dennoch muss das Spiel zwischen dem SV Mölschbach und der SG Hochspeyer wiederholt werden.

Schiedsrichter Peter Kremer habe sich bei der Partie zwar von einem Zuschauer in seinem Urteil beeinflussen lassen, allerdings nicht wie zunächst behauptet von einem Smartphone-Mitschnitt der entscheidenden Szene. Dies entschied das zuständige Sportgericht laut einem Bericht der «Rheinpfalz» (Mittwoch). Der Fall in der Westpfalz hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt, weil der Videobeweis bisher nur in der Bundesliga zulässig ist.

Hochspeyer hatte gegen die Wertung des mit 2:3 verlorenen Spiels Protest eingelegt, weil der Referee das Siegtor für Mölschbach erst nach einem angeblichen Blick auf den Videomitschnitt eines Zuschauers gegeben haben soll. Ursprünglich hatte er den Ball zuvor im Aus gesehen und auf Abstoß entschieden.

Ein zweites Video, das ein Mölschbach-Fan aus anderer Perspektive aufgenommen hatte, zeigt dagegen, dass der Unparteiische zwar zu einem Zuschauer gelaufen war, allerdings nie auf ein Handy geschaut hatte. Ein klarer Regelverstoß sei die Rücksprache mit dem Zuschauer trotzdem gewesen, weshalb die Partie wiederholt werden muss, begründete das Sportgericht sein Urteil.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.