Landtag will schnellere Meldung von Kerosinablass

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Kerosinregen. Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Der rheinland-pfälzische Landtag hat die Bundesregierung zu schnelleren Informationen über das Ablassen von Kerosin durch Flugzeuge aufgefordert. Die Informationen über Schnellablässe von Treibstoff müssten unverzüglich der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, heißt es in einem Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD, FDP und Grünen, der mit ihrer Mehrheit beschlossen wurde.

Das Bundesverkehrsministerium hatte bereits angekündigt, dass das Luftfahrtbundesamt die Schnellablässe innerhalb von drei Tagen auf seiner Internetseite veröffentlichen wird.

SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer hält das aber für zu lang. «Da muss Herr Scheuer noch mal ran», sagte Schweitzer mit Blick auf den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Er forderte auch Messungen über das Kerosin. Der CDU-Abgeordnete Thomas Weiner sagte, eine Veröffentlichung drei Tage nach dem Ablassen sei nicht genug. Nach Expertenangaben sei Benzol nur in den ersten zwei Tagen nachweisbar. Benzol ist in Kerosin enthalten und krebserregend.

Die CDU-Opposition scheiterte mit dem Vorschlag, dass Fluggesellschaften eine nach Menge, Flughöhe und Inhalt gestaffelte Gebühr für das Ablassen zahlen. Verkehrsstaatssekretär Andy Becht (FDP) sagte: «Es geht nicht darum, jetzt einen Ablasshandel einzuführen.»

Die rot-gelb-grüne Landesregierung will an diesem Freitag im Bundesrat Transparenz, Messungen und die Forschung über alternativen Treibstoff einfordern. Die AfD-Politikerin Sylvia Groß verlangte, das Land müsse die Begrenzung des Benzolgehalts darin einbeziehen. Seit Anfang 2018 entfielen 8 von bundesweit 16 Ablässen von Kerosin auf Rheinland-Pfalz.

1 KOMMENTAR

  1. Und was nützt die frühere Info? Sollen wir dann alle in den Luftschutzkeller?
    Flugbenzin ist steuerfrei, im Ggs. zum Treibstoff der Bahn, einer der Gründe warum soviele Leute fliegen, das wollen die Herren Politiker aber natürlich nicht ändern.

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