Kinder schreiben jetzt schon an den Nikolaus

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Ein Darsteller im Nikolauskostüm steht im saarländischen St. Nikolaus im Nikolauspostamt. Foto: Oliver Dietze/ dpa-Archiv

ST. NIKOLAUS/SAARLAND. Auch wenn es noch hochsommerlich warm ist – es gibt etliche Kinder, die jetzt schon an den Nikolaus denken. Seit vier Wochen bekomme der Nikolaus wieder Post, sagt Sabine Gerecke vom Nikolauspostamt im saarländischen St. Nikolaus. Mehrere hundert Briefe seien bereits eingegangen: «Eigentlich ist es unvorstellbar, doch die Kinder denken schon an Weihnachten.» Einige schrieben dem Nikolaus aus dem Urlaub. «Andere wollen gerne die Ersten sein, die ihren Wunschzettel abgeben, so dass nichts mehr schiefgehen kann», sagt die Leiterin der Kinderbriefaktion der Deutschen Presse-Agentur.

Neben der frisch ankommenden Post warten gut 500 Wunschbriefe vom Anfang des Jahres darauf, im Nikolauspostamt beantwortet zu werden. Sie waren für vorige Weihnachten gedacht, kamen aber erst im Januar und Februar an. Sie stammten vor allem aus China, Russland und Italien, berichtet Gerecke. Nach wie vor stehe «der Nikolaus» auf klassische Briefe per Post: «Er ist nicht ganz so modern. E-Mails beantwortet er eigentlich nicht.»

Das Postamt in der saarländischen Gemeinde öffnet traditionell am Tag vor dem Nikolaustag (6. Dezember) und hat bis Heiligabend geöffnet. Viele Freiwillige helfen, die Zuschriften von Kindern aus aller Welt zu bearbeiten. Im vergangenen Jahr gab es einen Rekord: Der Nikolaus antwortete auf 22 583 Schreiben aus 44 Ländern. Die weitaus meiste Post kam aus Deutschland, gefolgt von Taiwan, Frankreich und Polen.

Seit Jahren schreiben Kinder aus aller Welt «An den Nikolaus» in dem kleinen Ort. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland. Das nahe der französischen Grenze gelegene St. Nikolaus ist laut Organisatoren der einzige Ort in Deutschland mit diesem Namen.

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