Amateurfussball: Schiedsrichter gibt Siegtreffer nach Handy-Videobeweis

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Ein Schiedrichter beim Videobeweis. In Kaiserslautern kam es jetzt im Amateurfussball auch dazu - Allerdings mit einem Handy! Foto: dpa-Archiv

KAISERSLAUTERN. Den Videobeweis gibt es jetzt scheinbar auch in der Kreisliga: Zumindest hat ihn ein Schiedsrichter in Kaiserslautern am Wochenende mithilfe einer Handy-Aufnahme angewendet. Dem Gegner gefiel das weniger: Er reagierte mit einem Protest gegen die Entscheidung.

Im B-Klasse-Spiel SV Mölschbach gegen SG Hochspeyer spielten sich am Wochenende kuriose Szenen ab: Der Schiedsrichter hatte bei der Partie bei einem Treffer nach Videobeweis entschieden, nachdem nachdem ein Zuschauer mit seinem Handy das entscheidenden Tor filmte.

Wie „Die Rheinlandpfalz“ berichtet, entschied der Unparteiische beim Stand von 2:2 zunächst auf Abstoß, da er den Ball im Aus gesehen hatte. Doch die Heimmannschaft protestierte. Daraufhin soll der Referee zum Torwart von Hochspeyer gegangen sein, der ihm bestätigte, dass der Ball im Aus gelandet war. Doch ein Zuschauer, der die Szene mit seinem Handy gefilmt hatte, habe ihm dann die Aufnahme gezeigt, woraufhin der Schiedsrichter seine Entscheidung wieder zurücknahm und das Tor gab. SG Hochspeyer soll zwar „unter Protest“ weitergespielt haben, verlor jedoch am Ende mit 2:3.

„Es war wie in der Bundesliga“, sagte Hochspeyers Trainer Dominic Heidrich. Der Schiedsrichter habe das offizielle Zeichen für den Einsatz des Videobeweises – einen mit beiden Händen in die Luft gezeichneten Monitor – symbolisiert, und sei dann zu einem Zuschauer gelaufen, um einen Blick auf dessen Handy zu werfen. Daraufhin habe er seine ursprüngliche Entscheidung, einen Ball Aus zu geben, korrigiert und stattdessen auf Tor für Mölschbach entschieden.

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