Darlehen – darauf sollte man vor der Unterschrift achten

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Symbolbild

Bildquelle: dpa

Wer einen Kredit aufnimmt, sollte vorher die Angebote gut vergleichen – Ob die Heizung im eigenen Haus auf einmal den Geist aufgibt, ein neues Auto hermuss oder eine Wohnung eingerichtet werden soll – größere Anschaffungen sind teuer und werden daher oft über ein Darlehen finanziert. Vor der Aufnahme eines solchen sollte man die Angebote allerdings auf Herz und Nieren prüfen und auch das Kleingedruckte nicht vernachlässigen.

Vor dem Darlehen steht der Kassensturz
Damit man sich finanziell nicht mehr auflädt, als man reell verkraften kann, sollte man vor der Aufnahme eines Kredites einen persönlichen Kassensturz machen und dabei schonungslos ehrlich sein. Die zentrale Frage dabei ist, ob man sich die monatlichen Raten leisten kann, ohne dass es finanziell eng wird. Wer beispielsweise ein Darlehen von 5000 Euro zu einem effektiven Jahreszins von 2% aufnimmt, muss bei einer Laufzeit von 36 Monaten monatlich rund 140 Euro berappen.

Vergleichen – aber richtig!
Die eigene Sparkasse oder das internationale Bankhaus? Der Kreditvermittler aus dem Internet oder das Pfandhaus? Bevor man sich entscheiden kann, mit wem man das Darlehen abschließt, muss man die verschiedenen Konditionen vergleichen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass ausschließlich der effektive Jahreszins eine Aussagekraft hat. In ihm sind fast alle Kosten für den Kredit auf die komplette Vertragslaufzeit umgelegt. Um eine wirkliche Vergleichsmöglichkeit zu haben, müssen die Laufzeiten natürlich bei allen Angeboten gleich sein.

Vorsicht beim Kleingedruckten!
Banken locken heutzutage mit Zinssätzen, die mit dem Zusatz „ab“ versehen werden. Wie hoch der individuelle Zinssatz dann wirklich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Mal beeinflusst die Laufzeit des Darlehens die Höhe, manchmal die Solvenz und Kreditwürdigkeit des Kunden. Manche Geldhäuser offerieren auch Darlehen mit variablen Konditionen, was im Fall von einem steigenden Zinsniveau riskant sein kann.

Fazit:
Warten kann sich lohnen – vor allem dann, wenn größere Anschaffungen getätigt werden sollen. Wer für Dinge spart, spart sich nämlich auch die Finanzierungskosten. Wer dennoch ein Darlehen aufnehmen muss oder möchte, sollte vorher seine Hausaufgaben machen.

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