4:0! Eintracht knackt Karbacher Defensiv-Spezialisten

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TRIER. War das der Befreiungsschlag? Im zweiten Heimspiel in Folge kann die Elf von Daniel Paulus ein Feuerwerk abbrennen und zeigte vor allem in der ersten Halbzeit zielgerichteten und geradlinigen Offensiv-Fußball.

Gegen den FC Karbach, bis dato das Team mit der besten Defensive in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, konnten sich die Blau-Schwarz-Weißen am heutigen Nachmittag deutlich mit 4:0 (3:0) durchsetzen. Mann des Tages war dabei Eintracht-Stürmer Jan Brandscheid, der drei der vier Treffer erzielen konnte.

Die Eintracht, sie war zu Beginn sichtlich bemüht, die Auswärtspleite in Jägersburg vom vergangenen Freitag vergessen zu machen: früh wurden die Aufbaubemühungen der Gäste aus dem Hunsrück gestört und Leoluca Diefenbach hätte die Anfangsphase beinahe mit einem zeitigen Führungstreffer krönen können: eine flache Kahyaoglu-Hereingabe von der rechten Seite sorgte im Karbacher Defensivverbund für reichlich Verwirrung, der Abschluss aus zu spitzem Winkel entwickelte dann aber letztlich keine Gefahr für das von Florian Bauer gehütete Tor der Gäste (6.).

Überhaupt lief in dieser Phase viel über rechts: nur Minuten später tankt sich wieder Kahyaoglu schön durch die Abwehr, findet den freistehenden Tim Garnier, der aber nicht platziert abschließen kann (13.). Als nach rund zwanzig Minuten wieder Diefenbach freistehend aus halblinks über den Kasten der Gäste verzog, stand es nach Torgelegenheiten 3:0 – doch die Videowall, sie zeigte immer noch unbarmherzig die wichtigste Statistik an – den Zwischenstand von 0:0.

Doch dies sollte sich sehr zur Freude der Zuschauer sehr schnell ändern: Kevin Heinz bedient mustergültig mit einem sehenswerten Lupfer Jan Brandscheid, der der kompletten Defensive der Hunsrücker enteilen kann und ebenso sehenswert ebenfalls mit einem gechippten Ball zum 1:0 vollenden kann (22.) – die überfällige Belohnung für eine schwungvolle Anfangsphase, die noch weiter veredelt wurde: nach einem Eckball springt einem Karbacher Verteidiger im Zweikampf mit Tim Garnier der Ball an den Fuß – ob es nun letztlich Julian Hohns als Eigentorschütze oder Tim Garnier war, der das 2:0 erzielte, änderte an der wichtigen Nachricht nichts: schon wieder ertönte die Tormelodie und die Eintracht, sie führte nach einer knappen halben Stunde mit zwei Treffern.

Und es sollte noch besser kommen: der bärenstarke Kahyaoglu mit einem Sahnetag, vernascht die komplette Defensive und bereitet mustergültig für Brandscheid vor – das 3:0, parallel zum Pausenpfiff. Der FC Karbach, angereist mit der Visitenkarte der besten Defensive der Liga (nur vier Gegentreffer in sechs Partien), bis hier hin nur ein Schatten seiner selbst und ohne wirklich nennenswerte Aktion nach vorne, um Eintracht-Keeper Johannes München, der kurzfristig für Denis Wieszolek ins Tor rückte, in Gefahr zu bringen.

Ohne Wechsel – hüben wie drüben – startete die zweite Hälfte. Doch der FC Karbach, er setzte zunächst ein Lebenszeichen: Philipp Frisch zog aus spitzem Winkel ab, konnte aber von Simon Maurer erfolgreich per Grätsche gehindert werden (48.). In der Folge wurde die Partie ruhiger, die Torchancen nicht mehr ganz so zahlreich, am eigentlichen Bild änderte sich allerdings nicht sonderlich viel: die Eintracht mit der Spielkontrolle und mit stellenweise guten Aktionen im Offensivbereich – wie in Minute 57: eine Freistoßflanke von Kahyaoglu landet auf dem Kopf von Josef Cinar, der von Karbach-Keeper Bauer noch am 4:0 gehindert wird – einen Umstand, den er aber nur knapp zehn Minuten später nicht mehr verhindern kann, als er einem Brandscheid-Freistoß nur hinterherschauen kann (66.). Die Eintracht, sie wollte noch mehr: die eingewechselten Kinscher und Sasso-Sant konnten sich in der Schlussphase auszeichnen, am völlig verdienten und absolut überzeugenden 4:0-Heimerfolg änderte sich allerdings nichts mehr.

Nun gilt es, die zuletzt guten Leistungen der Heim-Partien auch in der Ferne abzurufen – die nächste Gelegenheit hierzu haben die Blau-Schwarz-Weißen am kommenden Wochenende im Stadion an der Kirschenallee, wo mit der TuS Mechtersheim die nächste Auswärtshürde wartet.
Eintracht Trier: München – Heinz, Cinar, Maurer, Erhardt – Fischer, Roth, Diefenbach (ab 62. Mabouba), Kahyaoglu – Brandscheid (ab 79. Sasso-Sant) , Garnier.
FC Karbach: Bauer – Hohns, Marx (ab 71. Beck), Frisch, Eberhardt – Kunz, Peuter (ab 86. Nicolay), Frisch, Jakobs – Köppen (ab 71. Junk), Feilberg.
Tore: 1:0 Brandscheid (22.), 2:0 Garnier (27.), 3:0 Brandscheid (45.), 4:0 Brandscheid (66.)
Zuschauer: 811
Schiedsrichter: Michel Lehmann

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