Schwer verletzte Radfahrerin – Autos fahren einfach weiter!

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Symbolbild

Bildquelle: Daniel Bockwoldt ( dpa/ Archiv)

Wie die Polizei mitteilt, kam es am gestrigen Mittwochmorgen, 29. August, gegen 7.45 Uhr, in Bernkastel-Kues zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Radfahrerin schwer verletzt worden ist.

Die aus Zeltingen–Rachtig stammende 63-jährige Frau befand sich mit ihrem Elektrofahrzeug auf dem Radweg in Bernkastel-Kues entlang der Cusanusstraße und war Richtung Wehlen unterwegs.

Plötzlich, am sogenannten „Cusanuskreisel“, erlitt die Radfahrerin einen Schwindelanfall, geriet nach links auf die Gegenfahrbahn des Radwegs und stieß dort mit einem entgegenkommenden Radfahrer zusammen.

Da die Radlerin keinen Schutzhelm trug, erlitt sie bei dem anschließenden Sturz schwere Kopfverletzungen, sodass sie ins Wittlicher Krankenhaus verbracht werden musste. Der aus Zell stammende Radfahrer wurde nur leicht verletzt.

Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde bekannt, dass es trotz morgendlichen Berufsverkehrs einige Zeit dauerte, bis ein Autofahrer endlich anhielt um Hilfe zu leisten. Mehrere PKW fuhren einfach an der Unfallstelle vorbei.

In diesem Zusammenhang weist die Polizeiinspektion Bernkastel-Kues darauf hinweisen, dass jeder, also nicht nur Verkehrsteilnehmer, dazu verpflichtet ist, bei Unglücks-/ und Verkehrsunfällen zu helfen. Zumindest kann das Herbeirufen von Krankenwagen und Polizei verlangt werden.

Alleine durch das bloße Weiterfahren kann man sich gemäß § 323c StGB wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar machen, was eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bedeuten könnte.

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