Grüne Oase auf dem Viehmarkt – Erfolgreiche Premiere für Flying Grass Carpet

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TRIER. Erfolgreiche Premiere für den Flying Grass Carpet: Seit der Eröffnung am Freitagabend schauten schon zahlreiche Besucher auf dem Viehmarkt vorbei, um das Kulturprogramm zu genießen oder in einem der Liegestühle auf dem Kunstrasen zu entspannen.

Dank der Initiative der Kulturkarawane gastiert das schon in vielen Metropolen, darunter Shanghai, Berlin und Rotterdam, präsentierte Festival bis 26. August in Trier. Wieviel Platz der Teppich bietet, machte OB Leibe mit einem anschaulichen Vergleich deutlich.

Insgesamt sechs Tonnen Gras liegen auf einer Fläche von 900 Quadratmetern. Das entspricht immerhin der Fläche von drei kleineren Reihenhausgrundstücken. Der OB zeigte sich in seinem Grußwort aber nicht nur von der Größe der Rasenfläche beeindruckt: „Dieser Teppich hat eine Ausstrahlung“, sagte er nach den ersten Eindrücken bei der Eröffnung, an der auch viele Kinder teilnahmen.

Wolfram Leibe wies außerdem darauf hin, dass dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, darunter Pro Musik, die Kulturstiftung des Landes, JTI, die Stadtwerke und der Förderverein für das Karl-Marx-Jubiläumsjahr, keine Steuergelder für die Veranstaltung benötigt wurden. Chef-Organisator Jochen Leuf bedankte sich beim Rathaus für die vielfältige und unkomplizierte Unterstützung.

Besonders die Kinder freuten sich am Startwochenende über die grüne Fläche und die kleinen Spielgeräte. Ein schattiges Plätzchen bieten die überdachten Sitzgelegenheiten mit Liegen und Sitzblöcken. „Eine sehr schöne Idee, besonders zum Hinlegen“, meinte det Besucher Thorsten Dörr. Doch der grüne Teppich bietet weit mehr als Spiel- und Sitzgelegenheiten. Am Sonntag fand bei strahlendem Sonnenschein eine Verkostung mit Weinen von Jungwinzern statt. Auf der Bühne traten mehrere Künstler der Kulturkarawane auf, darunter Geigenspieler und Gitarristen.

In den ersten Tagen sorgte das offene Konzept des Flying Grass Carpets für eine muntere Stimmung und viele Schaulustige. Das gute Wetter hat der Veranstaltung am Wochenende in die Karten gespielt, meinte die Besucherin Tina Schömer: „Der Rasen ist so schön ruhig, obwohl er mitten in der Stadt liegt. Und bei dem Wetter komme ich gerne wieder.“ Das erste Fazit bei den beteiligten Einrichtungen fiel ebenfalls positiv aus. „Der Teppich war vor kurzem in Berlin. Wir dachten, es wäre schön, durch ihn eine Verbindung zwischen Berlin und Trier aufzubauen. Deswegen haben wir uns mit einigen Musikern kurzgeschlossen, die auf der Bühne auftreten“, so Sebastian Würth, Leiter des „Unverpackt“-Ladens, der zudem mit einem gastronomischen Stand vertreten ist.

Auch Dominik Fuchs ist mit seinem „Veggiwerk“ dabei: „Ich kannte das Konzept vorher nicht, aber es ist schön aufbereitet.“ Die Museumsstadt Trier war am Montag mit einem Stand auf dem Teppich vertreten und präsentierte Information zu den Ausstellungen und Mitmachangebote für Kinder. Bettina Leuchtenberg vom Stadtmuseum ist mit der Resonanz sehr zufrieden: „Direkt zum Start haben schon mehrere Kita- und eine Schulgruppe bei uns vorbeigeschaut.“

Behindertengerechte Toilette

Mit Unterstützung des Behindertenbeauftragten Gerd Dahm wurde für Besucher mit Handicap kurzfristig ein wichtiger Service ermöglicht: Am Rand des Teppichs steht ein Toilettenwagen, der über eine Rampe zugänglich ist und der die Anforderungen der Inklusion erfüllt.

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