Trier: Zahlreiche Hundebesitzer demonstrierten gegen “Rasselisten“

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Bildquelle: Thomas Mosmann

TRIER. Am vergangenen Samstag, 18. August, fand auf dem Kornmarkt eine Demonstration zum Thema „Listenhunde“ statt. Knapp 50 Teilnehmer fanden den Weg um gegen die bestehenden Rasselisten zu demonstrieren und sich an den zahlreichen Informationsständen zu informieren.

Mit verschiedenen Infoständen und Redebeiträgen von den Organisatoren und dem Generalsekretär der Tierschutzallianz der extra aus Tuttlingen (BaWü) anreiste, wurde über das Thema berichtet und aufgelärt. Ebenfalls fand eine Demonstration durch die Trierer Fussgängerzone mit vielen Hunden fand statt, welche komplett friedlich verlief.

In den verschiedensten Redebeiträgen wurde gefordert, dass die Rasselisten der Vergangenheit angehören sollten und abgeschafft werden müssen. „Kein Hund werde als Beißmaschine geboren und wenn eine Gefahr entstehe, entstünde diese am oberen Ende der Leine und ist nicht an bestimmte Rassen gebunden.

Weiterhin sprachen sich die Redner gegen die erhöhte Hundesteuer der Listenhunde aus und forderten einen zu absolvierenden „Hundeführerschein“ für alle Besitzer, dieser könne bei der richtigen Erziehung des Tieres helfen.

Es engagierten zahlreiche Vereine:
Tierheim Trier, Hundeschule: Tierisch stark Gemeinsam für Mensch und Hund, Bürgerinitiative: Aktion Fair Play Trier, Pfote in Hand e.V., Pfotenfreunde Deutschland e.V. und der Partei: Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz) waren mit Infoständen präsent.

2 KOMMENTARE

  1. Tödliche Beißattacken durch Yorkshire-Terrier sind mir gänzlich unbekannt… Das Problem sitzt an beiden „Enden der Leine“: egal, welche Erziehung, Umgebung, „Inklusion“ ein Tier erfährt, bleibt ein „Restrisiko“ eines „Spontanversagens“ allen sicher verinnerlicht geglaubten Verhaltens. Und da macht es dann einen ganz erheblichen Unterschied, welche Art von Hund „abdreht“. Und so lange es keinerlei wirksame Ansätze gibt, dem „Problem am oberen Leinenende“ zu begegnen, muss die Verfügbarkeit potentiell gefährlicher Tiere eingeschränkt werden.

    • Zweierlei…
      natürlich ist der Biss eines Dackels nicht so gefährlich/dramatisch wie eines AmStaffs, aber auch eine Attacke gegen einen Menschen…
      auch die aktuell gezeigte Dokumentation zu „Kampfhunden“ in der ARD kommt zu dem Urteil, dass diese Listen nicht ihren Zweck erfüllen, da diese Beißattacken nicht rasseabhängig sind.
      Hierzu mal einen Blick in die Hamburger Beißstatistik werfen… ja, es sind auch Attacken von „Kampfhunden“ dabei, aber die Vielzahl der Vorfälle kommen von Retrievern oder Labaradoren… die eben nicht auf der Liste stehen.

      So wie S.-H. es handhabt, wäre ein gangbarer Weg in Verbindung mit einem Hundeführerschein… alle Hunde sind pauschal erst einmal ungefährlich, erst wenn sie auffällig werden, kommen die Sanktionen… aber pauschal gewisse Rassen zu verteufeln…

      (vllt etwas provokativer Vergleich) Eltern mit ihren Kindern = Ende der Leine => wer kann garantieren, dass diese Kinder nicht auch irgendwann „austicken“

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