Kaster will „Moselaufstieg plus“

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TRIER. „Moselaufstieg Plus“ – unter diesem Namen habe die Trierer CDU ein Konzept entwickelt, welches die gesamte Trierer Tallage entlasten soll. Dieses Maßnahmenpaket, so die Forderung des Kreisvorsitzenden Bernhard Kaster, müsse Eingang in den Bundesverkehrswegeplan 2015 finden, heißt es in einer Pressemitteilung der Trierer Union.

Der von der rot-grünen Landesregierung beschlossene Koalitionsvertrag mit dem anvisierten Verzicht auf den Moselaufstieg, die Nordumfahrung Trier sowie einer „Null-Variante“ für die Bundesautobahn A1 ist für die CDU Trier Anlass, ihren neuen Vorschlag an Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) in Mainz für den anstehenden Bundesverkehrswegeplan zu machen.

Zahlreiche Studien und Gutachten des Landes Rheinland-Pfalz wie auch der Stadt Trier untermauerten die Dringlichkeit, die Westumfahrung Trier (Moselaufstieg) aus einer Mehrzahl von Gründen zu realisieren. „Auch die einhellige Meinung im Großherzogtum Luxemburg und die Beschlüsse des Kreistages Trier-Saarburg und der Stadt Trier bestätigen diese verkehrswissenschaftlich nachgewiesene Notwendigkeit“, so Kaster.

Dies schließe auch den weiteren zügigen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, insbesondere auch des Schienenpersonennahverkehrs in Richtung Luxemburg mit ein. Die CDU Trier, so Kaster, schlage Infrastrukturminister Roger Lewentz nunmehr mit Priorität einen „Moselaufstieg Plus“ vor. „Hierunter verstehen wir“, so der Trierer Bundestagsabgeordnete, „den Moselaufstieg in der bisherigen Form, jedoch zwingend ergänzt um die Ortsumgehung B51 Ayl sowie die Schaffung der zweispurigen Biwertalbrücke an der A64.“

Im Paket „Moselaufstieg plus“ schlägt die CDU des Weiteren vor, im Anbindungsbereich zwischen B51 und A64 Gewerbeflächen vorzusehen. „Dies liegt auch im Luxemburger Interesse. Ein solches Gewerbegebiet im Anschlussbereich des Moselaufstiegs an der A64 könnte als ein grenzüberschreitendes Projekt vorgesehen werden“, erklärt Kaster. Die steuerrechtlichen und sozialversicherungs-rechtlichen Disparitäten zwischen Luxemburg und Deutschland könnten in einem grenzüberschreitenden Zweckverband nach dem Karlsruher Abkommen geschickt kompensiert werden.

„Beim Bundesverkehrswegeplan 2015 bis 2025 darf sich nicht nochmals an der Region Trier Luxemburg versündigt werden!“ fordert der CDU-Vorsitzende. „Der Moselaufstieg ist ein wichtiges Nadelöhr im Fern- wie auch Regionalverkehr. Mit dieser Maßnahme erfolgt eine optimale Anbindung des Saartales, der Stadt- und Verbandsgemeinde Konz, der Anbindung Luxemburgs in Richtung Trier sowie die längst überfällige Anbindung des Industriegebietes Trier-Monaise sowie die notwendige Entlastung der gesamten Moseltallage.“

Die aktuellen Baumaßnahmen der B51 (Bitburger) zeigten, wie dringend eine weitere Talentlastung notwendig sei. „Diese Querachse lässt sich auch beim besten Willen nicht durch ÖPNV-Maßnahmen kompensieren.“ „Die CDU Trier und Kaster appellieren mit Eindringlichkeit an die Landesregierung, an den Ministerpräsidenten Kurt Beck und an den Infrastrukturminister Lewentz, wichtige Verkehrsprojekte der Region Trier-Luxemburg nicht auf dem Koalitionsaltar zu opfern. Wir, so die CDU, appellieren an Vernunft und Verantwortungsbewusstsein, heißt es in der Pressemitteilung ferner. (red)

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