Probealarm: Warnung der Bevölkerung mittels NINA-App

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Mowas-Arbeitsplatz in der Integrierten Leitstelle Trier.

Bildquelle: Presseamt Stadt Trier

REGION TRIER. In einer gemeinsamen Presseinformation informierten heute die Stadt Trier, der Eifelkreises Bitburg-Prüm, die Landkreise Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg und der Vulkaneifel über einen bevorstehenden Probealarm.

Die angemessene, rechtzeitige, schnelle und bei Bedarf flächendeckende Warnung der Bevölkerung ist ein zentrales Thema des Brand- und Katastrophenschutzes. Wenn am Montagvormittag, 6. August, gegen 11 Uhr bei den für NINA registrierten Nutzern in Rheinland-Pfalz die Mobiltelefone klingeln, gibt es keinen Grund zur Unruhe. Es handelt sich nur um eine Testwarnung. Nach spätestens einer Stunde – gegen 12 Uhr – folgt die entsprechende Entwarnung. Die Warn-App NINA ist die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Ein Standbein des rheinland-pfälzischen Warnkonzepts ist die Bevölkerungswarnung über das satellitengestützte Modulare Warnsystem (MoWaS). Für die Warnung der Bevölkerung bei Unglücksfällen und Katastrophen sind in Abhängigkeit der Gefahrenlage der Bund, die Länder oder die Kommunen zuständig.

Bei MoWaS können amtliche Gefahrendurchsagen innerhalb von 30 Sekunden an die Rundfunk- und Fernsehbetreiber sowie an Internetanbieter und Presseagenturen übermittelt werden. Das System MoWaS ist in Rheinland-Pfalz beim Lagezentrum in Mainz vorhanden. Zwei weitere Auslösestellen sind mittlerweile in der Feuerwehrleitstelle Ludwigshafen sowie ab sofort auch in der Integrierten Leitstelle (ILST) Trier einsatzbereit.

Zum Leitstellengebiet der ILST Trier gehören die Gebietskörperschaften Stadt Trier, Landkreis Trier-Saarburg, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Vulkaneifelkreis Daun und der Landkreis Bernkastel-Wittlich. Darüber hinaus warnt das Land Rheinland-Pfalz bei Landeslagen (Störungen KKW, Pandemien …) ebenfalls über dieses System.

Da über diesen Warnweg nie alle Bürger erreicht werden, wird die Bevölkerung, besonders bei kommunalen Schadensereignissen, zusätzlich über Lautsprecherdurchsagen gewarnt werden.

Zusätzlich kann über MoWas eine spezielle App angesteuert werden. Die Warn-App NINA warnt deutschlandweit und standortbezogen vor Gefahren, wie zum Beispiel Hochwasser und anderen sogenannten Großschadenslagen. Die App hat derzeit über 2,6 Millionen Nutzer. Zwischen 2015 und 2017 wurden bereits deutschlandweit über 800 Warnungen versendet. Die NINA App ist in den entsprechenden App-Stores kostenfrei verfügbar.

NINA bietet auch grundlegende Informationen und Notfalltipps im Bereich Bevölkerungsschutz an. Die Warn-App NINA bezieht Daten hauptsächlich vom sogenannten Modularen Warnsystem (MoWaS), das bereits seit 2013 von Bund und allen Bundesländern für Warnungen des Zivil- und Katastrophenschutzes eingesetzt wird. Darüber hinaus enthält die App zusätzlich aktuelle Informationen, zum Beispiel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sowie aktuelle Pegelstände der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). NINA ist damit ein weiterer wichtiger Kanal für die Warnung der Bevölkerung in Deutschland.

Weiterführende Informationen gibt es unter: https://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

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