Junge Aale für Mosel und Saar

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Bildquelle: SGD Nord

REGION. Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord haben im Juni und Juli mit Hilfe ortsansässiger Berufsfischer Aale in die Mosel und die Saar ausgesetzt. Damit sollen die zurückgehenden Aalbestände stabilisiert und deren natürliche Reproduktion unterstützt werden.

An geeigneten Stellen wurden die 10 g leichten und etwa 10 bis 11 Zentimeter großen Aale zügig vom Boot aus mit einem Kescher in die Mosel und die Saar eingesetzt. Ideal sind Steinschüttungen, in denen die Aale sofort Unterschlupf vor Fressfeinden finden können.

Der europäische Aal ist ein Wanderfisch, der einen Großteil seines Lebens im Süßwasser verbringt und kurz vor der Geschlechtsreife vom Süßwasser ins Salzwasser wandert. Er muss zum Erreichen seiner ursprünglichen Fortpflanzungsgebiete in der Sargassosee eine sehr große Distanz vom Rhein über die Nordsee überwinden. Sobald die jungen Aale geschlüpft sind, wandern sie über den Golfstrom wieder in Richtung europäischer Küste und nach einer Umstellung von Salzwasser auf Süßwasser in den Brackwasserbereichen die großen europäischen Ströme der Nordsee flussaufwärts.

Bereits im Juni wurden 60.000 junge Aale in den Rhein eingesetzt. Besatzmaßnahmen wie diese zeigen inzwischen ihre Wirkung. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Fischarten, die es früher in Mosel und Saar gab und die dann jahrelang verschwunden waren, wieder vorhanden.

Hintergrund:
Die Jungaale stammen aus Wildfängen an den Küsten Europas. Sie schlüpfen in der Sargassosee, einem Meeresgebiet im Atlantik östlich von Florida und nordöstlich der Karibik, und brauchen etwa drei Jahre für ihren Weg mit dem Golfstrom an die Küstengebiete Westeuropas. Dort werden sie eingefangen und in Aquakulturanlagen aufgepäppelt, bis sie stark genug für das Leben in Freiheit sind.

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