Polizei warnt in der Region Trier vor neuer Betrugsmasche „Welpenkauf“ im Internet

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Bildquelle: dpa-Archiv

REGION TRIER. Sie setzen auf das Mitgefühl der Opfer und einen angeblichen günstigen Preis – Betrüger bieten im Internet Hundewelpen zum Kauf an.

Doch die Käufer erleben ein böses Erwachen. Denn die Welpen kommen nie an. Stattdessen werden die Käufer immer weiter zu Zahlungen aufgefordert. Die Polizei rät: Seien Sie vorsichtig! Informieren Sie sich insbesondere beim Kauf im Internet erst über den Anbieter.

In den letzten Wochen wurden vor allem Jugendliche und Heranwachsende Opfer dieser neuen Betrugsmasche. Der entstandene Schaden lag zwischen mehreren hundert bis zu mehrere tausend Euro.

Beim Surfen im Internet stießen sie auf Anzeigen, in denen niedliche Hundewelpen aus dem europäischen Ausland sehr günstig zum Kauf angeboten wurden. Bewusst versuchten die vermeintlichen Verkäufer das Mitgefühl für das „arme Tier“ zu erzeugen.

Wie gehen die Betrüger vor?

Zunächst erschleichen die Täter sich über eine positive Kommunikation das Vertrauen der Käufer. Sie übersenden auf Wunsch Fotos oder Videos der Welpen. Auf diesen Fotos machen die Tiere einen gesunden Eindruck. Sie seien geimpft, gechipt, entwurmt und besäßen einen Europäischen Pass. Haben die Betrüger die Opfer erst einmal mit dieser Art geködert, geht es um die Kaufabwicklung. Die Bezahlung erfolgt in der Regel über US-amerikanische Anbieter mit weltweitem Bargeldtransfer an einen Verkäufer im europäischen Ausland. Nach dieser Zahlung erhält der Käufer per E-Mail weitere Informationen – Daten der Fluggesellschaft, die Flugnummer sowie eine Trackingnummer zur Nachverfolgung des Tiertransportes.

Doch schon kurze Zeit später fangen die Probleme an. Sie reichen von einer notwendigen Übernachtung des Welpen am Flughafen, über eine Erkrankung des Tieres und dadurch notwendig gewordene Tierarztbehandlungen, zum Tod des Welpen durch den Stress aufgrund des Transportes oder die Erforderlichkeit, einen Rechtsanwalt aus dem Ausland beauftragen zu müssen. Die jeweils entstandenen Kosten sollen alle vom Käufer beglichen werden.

Letztendlich wird der Hundewelpe nie seinen neuen Besitzer kennen lernen und der Käufer um bis zu mehrere tausend Euro leichter sein.

Die Polizei rät darum zu Vorsicht beim Kauf im Internet:

– Informieren Sie sich über die Seriösität des Anbieters. Geben Sie den Namen des Anbieters in eine Suchmaschine ein. Dadurch können Sie negative Erfahrungen anderer Kunden herausfinden und müssen sich nicht auf Versprechungen des Verkäufers verlassen.

– Keine Spontaneinkäufe – Betrüger locken ihre Opfer oft mit unwahrscheinlich niedrigen Preisen.

– Die Verbraucherzentrale hilft!

– Haben Sie Zweifel, lassen Sie es.

– Sollten Sie bereits Opfer eines Betruges geworden sein, informieren Sie sich umgehend, ob eine Zahlung rückgängig gemacht werden kann. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

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