Mann setzt Wohnhaus in Brand um Hilfe zu alarmieren

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Bildquelle: dpa-Archiv

WESTERBURG. Weil seine Hilferufe unbemerkt blieben, hat ein schwer verletzter Mann im Westerwald ein Feuer in einem Wohnhaus gelegt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte der Mann in einer der Wohnungen des Mehrfamilienhauses in Westerburg übernachtet und sich dort in der Nacht zum Sonntag selbst Stichverletzungen zugefügt.

Anschließend schleppte er sich in den Flur und rief um Hilfe. Da ihn weder seine Gastgeber noch die anderen Nachbarn hörten, setzte er die Fußmatte der gegenüberliegenden Wohnung in Brand, um so die Feuermelder zu aktivieren. Die kurz darauf eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei fanden den Mann mit Stichverletzungen im Unterbauch und starken Blutungen unmittelbar vor der brennenden Matte vor. Der 60-Jährige wurde von einem Notarzt vor Ort versorgt.

Da zu dem Zeitpunkt für die Einsatzkräfte unklar war, ob sich das Feuer hinter der Wohnungstür weiter ausgebreitet hatte und ob sich dort etwa ein Messerstecher befand, öffneten die Beamte nach erfolglosem Klingeln und Klopfen die Tür mit Gewalt. Dabei wurde die Tür sofort von innen wieder zugedrückt. Als der Mann in der Wohnung die Einsatzkräfte erkannte, benahm er sich so aggressiv, dass die Beamten ihn schließlich zu Boden brachten und fesselten. Warum sich der 50-Jährige so verhielt, war zunächst unklar. Der 60-Jährige wurde im Krankenhaus notoperiert und war anschließend stabil. Der Mann gab am Sonntag bei einer ersten Befragung an, dass er psychische Probleme habe und sich deshalb die Stiche selbst zugefügt hatte.

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