Überfüllte Notaufnahmen – Gebühr soll Andrang stoppen!

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MAINZ. Wegen überfüllter Notaufnahmen in Krankenhäusern fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine Gebühr für Patienten, die nur mit „Bagatellerkrankungen“ in der Notaufnahme erscheinen.

Damit soll der Patientenandrang in den Notaufnahmen gestoppt werden. Die Rettungsstellen in den Krankenhäusern würden zu oft als Alternative zum Arzt „missbraucht“ werden. Wie der SWR berichtet, schlagen die Kassenärzte eine Strafgebühr von 50 Euro vor, wenn es für den Besuch in der Notaufnahme keine medizinische Notwendigkeit gibt.

Zu viele Patienten und Patientinnen würden sich an, manchmal auch mitten in der Nacht, an die Notfallambulanz wenden, obwohl es gar kein Notfall wäre. Über 35 Prozent der Notfall-Patienten hätten „ihre Symptome schon drei Tage oder länger“, so dass ein normaler Hausarzt-Besuch völlig ausreichend sei.

Auch der Chef des Bundesverbands der Selbstverwaltung der niedergelassenen Mediziner findet die Idee gut. Ein Großteil der Patienten in den Notaufnahmen gehöre dort nicht hin, so Gassen im Redaktionsnetzwerk Deutschland. In den Rettungsstellen sollten nur diejenigen behandelt werden, die tatsächlich stationär aufgenommen werden müssten – alle anderen Patienten sollten ambulant versorgt werden.

Die Erhebung von Gebühren in der Notaufnahme für missbräuchlich genutzte Anmeldung sei in zahlreichen europäischen Ländern bereits üblich.

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) halten die Idee einer Gebühr für Unfug – Schließlich seien die Kassenärzte selbst für den Bereitschaftsdienst verantwortlich. Weil sie dies jahrelang nicht ordentlich gemacht hätten, wollten sie jetzt Patienten mit Zusatzkosten bestrafen, so ein Sprecher des GKV-Spitzenverbandes.

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