Zu trocken – Pilzfreunde sehnen sich nach Regenperiode

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Bildquelle: pixabay

KOBLENZ. Pilzsammler müssen sich in diesem Jahr gedulden, bevor sich der Weg in den Wald wieder lohnt. «Es ist definitiv zu trocken», sagt die Pilzsachverständige in Hochspeyer (Kreis Kaiserslautern), Herta Hahn. Aber die Saison hat gerade erst begonnen, und bis September kann sich noch viel tun. «Pilze kennen keine Jahreszeit», erklärt in Remagen der Pilzexperte Frank Krajewski. «Wenn Feuchtigkeit und Wärme vorhanden sind, dann kommen sie auch.»

Vor zwei Wochen habe er noch eine Handvoll Pilze von einem Ausflug in den Wald mitnehmen können, sagt der Koblenzer Pilzsachverständige Helmut Kolar. Vom Rhein aus erkundet er Wälder im Westerwald, im Taunus, im Hunsrück und in der Eifel. Darunter waren Pfifferlinge, Täublinge und Rotfußröhrlinge. Jetzt könne man allenfalls noch Baumpilze finden wie den essbaren Schwefelporling. Sie profitieren vom Umstand, dass Holz viel Wasser speichern kann. Vereinzelt wurden im Juni noch Sommersteinpilze gefunden, die glücklichen Sammler präsentierten sie für den «Pilz-Ticker Rheinland-Pfalz» im Internet.

«Sobald wir wieder eine Regenperiode haben, wird alles herauskommen», ist sich Kolar sicher. «Eine Woche nach einem heftigen Regen schießen die Pilze nur so.» So sei es auch 2016 noch im Spätherbst der Fall gewesen. «Das Jahr ist noch lang.»

Gesetzlich erlaubt ist das Sammeln «nur für den persönlichen Bedarf», höchstens etwa zwei Kilo. Die Pilzberater der Deutschen Gesellschaft für Mykologie haben einen guten Überblick über die Pilzvorkommen in ihren Wäldern. Sie beraten Sammler, wenn sie unsicher sind, ob gefundene Pilze auch wirklich essbar sind.

(dpa)

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