Hunderte Tonnen Müll! Deponie nach Hochwasser in der Region an Belastungsgrenze

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Symbolbild

Bildquelle: Foto: Harald Tittel / dpa

BIRKENFELD. Von Aktenordnern über Rohre bis hin zu Sofas: Schätzungsweise 850 Tonnen Sperrmüll aus Hochwasserorten türmen sich nach der Flutkatastrophe im Kreis Birkenfeld auf der Deponie Reibertsbach bei Reichenbach. Die fachgerechte Entsorgung der riesigen Menge lässt vorerst auf sich warten. «Sie scheiterte bislang an den begrenzten Müllverbrennungskapazitäten», sagte ein Sprecher Kreisverwaltung. Aktuell werde an einer Lösung gearbeitet, die kostengünstig sei und schnell umgesetzt werden könne.

Erschwert wird die Entsorgung dem Sprecher zufolge auch durch die Größe des Mülls. Das Material sei selbst für Sperrmüll überdimensioniert. Einiges müsse deshalb erstmal geschreddert werden, was wieder Zeit und Geld koste. Aber: «Dann könnte diese Menge in Restmüllöfen thermisch verwertet werden.» Der SWR hatte am Montag über den Sperrmüll berichtet.

Im Kreis Birkenfeld ließ Starkregen Ende Mai den sonst eher kleinen Fischbach über die Ufer treten. Eine Flutwelle lief durch das Tal und verursachte einen mehrstelligen Millionenschaden. Vor allem Orte in der Verbandsgemeinde Herrstein waren betroffen. Inzwischen sind dort die meisten Schäden behoben. «Wir haben hier den Normalzustand wieder erreicht», sagte der Büroleiter der Verbandsgemeinde, Klaus Görg, in Herrstein. «Die Spuren des Hochwassers sind bei uns nicht mehr sichtbar.»

Nur müssten noch einige Wirtschaftswege und Brücken repariert werden. Außerdem seien noch die Sanierungsarbeiten an einer Schule sowie an der Kreisverwaltung in Herrstein und am Sportleistungszentrum in Niederwörresbach im Gange.

Um künftigen Unwetterschäden vorzubeugen, soll ein Hochwasserschutzkonzept erstellt werden. «Allerdings: Wenn das nochmal mit einer solchen Wucht kommt, wird man das nicht zurückhalten können.» Das Fischbach-Tal sei zu eng, um größere Rückhalteräume für das Wasser zu schaffen. Möglicherweise könne zumindest ein Teil des Bachbetts verbreitert werden, sagte Görg.

(dpa)

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