Ende einer Ära! “Ich kann es nicht besser als Frauen, aber genauso gut.“

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Der Kestener Weinkönig Sven Finke-Bieger

Bildquelle: Birgit Reichert / dpa-Archiv

KESTEN. Sven Finke-Bieger (26), Weinkönig von Kesten an der Mosel, legt nach zwei Jahren seinen Lorbeerkranz ab: Er werde am 10. August «entkrönt» – und den Staffelstab an Nachfolgerin Luisa Licht weitergeben, sagte Finke-Bieger der Deutschen Presse-Agentur.

Um weitere hoheitliche Ämter werde er sich zunächst einmal nicht bewerben. «Es waren zwei ganz tolle Jahre, die ich nicht mehr missen möchte. Aber ich habe einfach gedacht: Es reicht.» Der Jurastudent war im Sommer 2016 als römischer Weingott «Bacchus» eingesprungen, weil keine Weinkönigin gefunden worden war.

Nach mehr als 200 Terminen mit Weinglas sei er überzeugt: «Ich kann es nicht besser als Frauen, aber genauso gut.» Er freue sich, dass er als Mann im Amt auch Diskussionen über Alternativen angestoßen haben. «In der Verbandsgemeinde Wörrstadt (Rheinhessen) ist im vergangenen Jahr auch ein Mann zum Weinkönig gewählt worden», sagte Finke-Bieger, der demnächst sein erstes juristisches Staatsexamen ablegen will.

Ganz weg sei der «Bacchus» aus dem 350-Einwohner-Ort aber nicht, sagte Finke-Bieger. «Die Leute im Dorf sprechen mich mittlerweile nur noch mit Bacchus an. Den Spitznamen werde ich nicht mehr los.» Und beim Kestener Straßenfest werde er auch noch in diesem Jahr eine Bacchus-Wanderung übernehmen. Aber natürlich ohne Lorbeerkranz. «Ich denke, ich bleibe der Kestener Bacchus, egal was passiert.»

(dpa)

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