Gutachten: Drei ertrunkene Erntehelfer waren betrunken

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Bildquelle: Uwe Anspach / dpa-Archiv

BÖHL-IGGELHEIM. Die drei im Juni in einem pfälzischen See ertrunkenen Erntehelfer waren betrunken. Laut eines Gutachtens hatten sie zwischen 1,79 und 3,38 Promille Alkohol im Blut, wie die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Montag mitteilten.

«Nach der Obduktion bestehen weiterhin keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Todesursächlich war jeweils Ertrinken im Süßwasser», hieß es weiter.

Die drei polnischen Erntehelfer im Alter von 22, 27 und 34 Jahren hatten am Abend des 17. Juni beim Schwimmen im Niederwiesenweiher in Böhl-Iggelheim im Rhein-Pfalz-Kreis Probleme bekommen und waren untergegangen. Kurz nachdem die Männer von Einsatzkräften geborgen worden waren, starben sie in Krankenhäusern in Ludwigshafen und Mannheim.

Tauch-Einsatzführer Frank Markgraf berichtete damals von fehlender Sicht unter Wasser: «Der See ist stark bewachsen, vor allem mit Schlingpflanzen.» Insgesamt waren etwa 80 Einsatzkräfte vor Ort. 2017 waren in Gewässern in Rheinland-Pfalz 17 Menschen ums Leben gekommen. Auch in diesem Jahr gab es neben den drei Polen schon weitere Badetote im Land.

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