„Mein T-Shirt ist fair!“ – Jugendliche mit Behinderung tragen FAIRTRADE weiter

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TRIER. Im Fairtrade – Atelier von Hong and Friends wird Kindern und Jugendlichen mit Behinderung von der Lebenshilfe Trier die Reise eines handelsüblichen T-Shirts vorgestellt.

Die Projekt-Reihe zu „Mein T-Shirt ist fair – Fairtrade weiter tragen“ hilft den Teilnehmenden in interaktiven Workshops die globalen Zusammenhänge der Produktionskette konventionell gehandelter Textilien zu verstehen und stellt ihnen den fairen Handel als Alternative vor. Mit Unterstützung der Aktion Mensch und Trier bewegt e.V. finden im Juli drei Workshops statt, am 16., 23. und am 30. Juli bei Hong and Friends in der Saarstraße 27.

Hong Troung, der Besitzer des Fairtrade Modegeschäfts Hong and Friends, und sein Bruder Johannes sind von dem pädagogischen Wert des Projekts überzeugt, „denn jeder Mensch ist einzigartig, jeder sollte Zugang zu Kunst haben, denn Kunst bedeutet, sich individuell – aber auch gemeinsam – mitteilen zu können. Deshalb finden wir es toll, dass Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen ihre Kunst zum Ausdruck bringen können und somit für sich persönlich neue Formen der Kommunikation entdecken“, so der Pädagoge.

Der künstlerische Aspekt des Selbstgestaltens spielt damit eine ebenso wichtige Rolle beim Workshop, denn die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen nicht nur ihren Emotionen auf neuen Wegen Ausdruck zu verleihen, sondern werden auch in ihrer Meinungsbildung über den Fairen Handel gefördert. Zukünftig erlaubt ihnen das, sich bewusst und aktiv für Kleidung und andere Produkte mit einem Fairtrade-Siegel einzusetzen.

Johannes Troung sieht einen weiteren Vorteil der interaktiven Workshops darin, dass all dies gleichzeitig mit dem Willen Gutes zu tun in Einklang gebracht werden kann. Denn am Ladentisch angelangt, habe ein handelsübliches T-Shirt mehr als 50.000km zurückgelegt und über 2000 Liter Wasser verbraucht.

„Zudem sind viele Menschen an der Herstellung beteiligt, ob als Bauern, Färber, Spinner oder Näher, die nicht ausreichend entlohnt werden und unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Fairer Handel bedeutet deshalb für uns, eine partnerschaftliche Handelsbeziehung einzugehen, da wir sicher sein können, dass angemessene Löhne und sozial gerechte Arbeitsbedingungen garantiert sind“, so der Modedesigner.

Der Fairhandels-Organisation TransFair e.V. zufolge kam bereits im Jahr 2005 die erste Fairtrade zertifizierte Baumwolle mit dem offiziellen Fairtrade-Logo auf den Markt. Mittlerweile nimmt Fairtrade die gesamte textile Wertschöpfung in den Blick. Bei dessen Produktion kommt es jedoch nicht nur auf ökonomische Fairness an, wie angemessene Löhne. Soziale Gerechtigkeit, wie menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Vorsorge und das Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit sowie ökologische Nachhaltigkeit, wie der Verzicht auf umweltschädigende Produktionsmethoden, fallen ebenfalls unter das Stichwort Fairtrade.

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