Kein Geld vom Bistum

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TRIER. Wie das Online-Magazin 16vor berichtet, könnte die durch die Heilig-Rock-Wallfahrt zerstörte Wiese im Palastgarten auch Gegenstand der Diskussion in der Sitzung des Trierer Stadtrates am Donnerstag werden.

Die Freien Wähler (FWG) haben den Antrag eingebracht, die Liegewiese durch Rollrasen wieder schneller für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Die Kosten müsste das Bistum tragen. Auch die SPD hat zum selben Thema einen Antrag eingereicht. Unklar sei jedoch derzeit, schreibt das Magazin, ob sich der Rat nach der Sitzung des Bauausschusses tatsächlich mit dem Thema befassen werde.

Der Trierische Volksfreund hatte die Kosten für die Verlegung von Rollrasen jüngst auf rund 14.000 Euro höher als bei der bisher favorisierten Lösung beziffert. Ein Bistumssprecher wollte sich gegenüber dem Blatt nicht näher zur Problematik äußern. Klar ist allerdings, dass das Bistum die Kosten tragen müsste.

Ohnehin ist die Stadt Trier der Kirche als Veranstalter der Heilig-Rock-Wallfahrt sehr entgegen gekommen. Wie das Rathaus auf Anfrage von lokalo einräumte, musste das Bistum für seine großen Pavillons auf dem Hauptmarkt, in der Windstraße, auf dem Domfreihof und das Pilgerzelt im Palastgarten keine Gebühren zahlen. Das sei in Paragraph elf der Trierer Sondernutzungsordnung so geregelt. „Religiöse Veranstaltungen“ seien gebührenfrei, teilte die Verwaltung mit. Dort ist jedoch von „religiösen Feiern“ die Rede. Gemeint sind Veranstaltungen wie etwa die Prozession an Fronleichnam.

Auch der hohe Verwaltungsaufwand der städtischen Ämter – wie die umfangreichen Planungen im Vorfeld der Wallfahrt, das Anbringen und Demontieren von Schildern – wurde dem Bistum von der mit über 700 Millionen Euro verschuldeten Stadt nicht in Rechnung gestellt. Zu Begründung hieß es: Das sei der Beitrag der städtischen Ämter zur Heilig-Rock-Wallfahrt 2012.

Die Sitzung des Trierer Stadtrates beginnt am Donnerstag um 17 Uhr im großen Saal des Rathauses. (et/red)

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