Nach „Katastrophen-Sightseeing“ – Jetzt wehrt sich der Veranstalter!

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Mit einem Räumgerät beseitigt das Technische Hilfswerk THW in Kleinblittersdorf angespültes Geröll und Schlamm von der Straße

Bildquelle: Christian Mertens/Archiv

KLEINBITTERSDORF. Eine Reisebus-Gruppe, der am Wochenende im vom Unwetter verwüsteten Kleinblittersdorf «Katastrophen-Sightseeing» vorgeworfen worden war, hat die Vorhaltung scharf zurückgewiesen.

Es habe sich um eine seit Monaten geplante Studienfahrt des Historischen Vereins Zweibrücken ins nordwestliche Elsass gehandelt, bei auch der Stopp in Kleinblittersdorf eingeplant gewesen sei, sagte der Vereinsvorsitzende Max Krumbach am Dienstag in Zweibrücken. Man habe im Ort eine Bäckerei angesteuert, um dort den rund 35 Insassen eine «Pinkelpause» zu ermöglichen. Zuvor hatte der «Pfälzische Merkur» über die Reaktion von Krumbach berichtet.

«Als wir da ankamen, wussten wir gar nicht, was passiert war», sagte Krumbach. Nach der Station in der Bäckerei sei man weitergefahren. Die Aussage einer Zeugin, der Bus habe eigentlich in die Eifel fahren wollen und sei wegen des Unwetters in die Krisenregion umgeschwenkt, sei völlig falsch. «Wir wollten nicht in die Eifel. Wir waren genau auf der Strecke, auf der wir sein wollten», sagte Krumbach.

Es müsse sich um ein Missverständnis handeln. «Da ist was schief gegangen.» Weder das Busunternehmen noch der Historische Verein Zweibrücken als Organisator hätten sich fehlerhaft verhalten, sagte Krumbach. Die Polizei hatte am Samstag von einer Anwohnerin im Ort berichtet, die sich über den Reisebus beschwert hatte. Anstatt bei den Aufräumarbeiten zu helfen, sei die Gruppe «seelenruhig» durch den Ort geschlendert und habe sich zum Kaffeetrinken niedergelassen, hatte es geheißen.

(dpa/lrs. – News)

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