Busfahrer disponierte um! Rentner-Reisegruppe macht Sightseeing im Katastrophengebiet

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Ein Pickup liegt in der Grube einer eingestürzten Brücke in Kleinblittersdorf.

Bildquelle: Foto: Becker & Bredel // dpa

KLEINBITTERSDORF. Ein Reisebus mit einer Seniorengruppe hat gezielt den vom Unwetter besonders stark verwüsteten Ort Kleinblittersdorf angesteuert. Anstatt bei den Aufräumarbeiten zu helfen, sei die Gruppe «seelenruhig» durch den Ort geschlendert und habe sich zum Kaffeetrinken niedergelassen, teilte die Polizei am Samstag in Saarbrücken mit.

Eine Anwohnerin, die den Busfahrer und die Reiseleiterin ansprach, habe erfahren, dass der Bus die Reisegruppe eigentlich in die Eifel bringen sollte, die Reiseleitung ihn jedoch spontan in das Katastrophengebiet umdisponiert habe.

Geprüft werde noch, ob die Bus-Besatzung auch Absperrungen weggeräumt hat, die eigentlich eine Ortsdurchfahrt verhindern sollten. Die Polizei prüfe weitere rechtliche Schritte.

In dem Ort wurden auch Plünderer beobachtet. Mehrere junge Männer hätten verschiedenes Mobiliar, das vor Häusern zum Trocknen aufgestellt war, in einen Lieferwagen geladen. Als die Anwohner darauf aufmerksam wurden, seien die Männer geflohen.

(dpa/lrs. – News)

4 KOMMENTARE

  1. Naja, die Senioren werden wohl kaum in der Lage sein noch zu schaufeln. Wenn sie dort Geld ausgegeben und niemand behindert haben ist doch ok.

    • Ich bin noch kein Pensionär, aber ernsthaft, ich finde man muss das pragmatisch sehen. Wenn jeder von denen 10EUR im Ort lässt und sie sonst nicht stören ist doch ok.

  2. Das ist ja wohl das letzte! Anwohner haben ihr Eigentum verloren und es sind große Schäden angerichtet worden und Touristen gucken zu und saufen ihrem Kaffee. Die sollten sich bis auf die Knochen schämen, andere in ihrem Leid zu begutachten.

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