Städtischer Bauboom in Trier – 60 Investitionsprojekte unter der Lupe

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Im Filscher Baugebiet BU 14 schreitet der Rohbau des neuen städtischen Sozialwohnungsprojekts rasch voran.

TRIER. Trier investiert auf der ganzen Linie: in die Erneuerung von Schulen, Kitas, Turnhallen, Sozialwohnungen, Straßen und Plätzen, in vielen verschiedenen Stadtteilen von Filsch und Feyen bis Trier-West und Ehrang.

Die Gebäudewirtschaft im Rathaus rechnet im laufenden Jahr mit einem Mitteleinsatz von knapp 50 Millionen Euro, während sich das Budget des Tiefbauamts auf 20,5 Millionen beläuft. Allerdings wird der Zeitplan nicht bei allen Projekten eingehalten.

Bei der Debatte zum Nachtragshaushalt im November 2017 hatte der Stadtrat ein besseres Controlling bei der Umsetzung der geplanten Investitionen gefordert. In der Vergangenheit seien vom Stadtrat beschlossene und im Haushalt budgetierte Maßnahmen zu oft wegen Problemen bei der Finanzierung, unvorhergesehenen Kostensteigerungen oder Personalmangel von Jahr zu Jahr verschoben worden. Damit die Kommunalpolitiker auf dem neuesten Stand sind, legte Baudezernent Andreas Ludwig in seinem Fachausschuss erstmals einen Statusbericht zu den laufenden Investitionsprojekten vor. Alle vier Monate ist eine Aktualisierung geplant.

Die Gebäudewirtschaft listet 21 Projekte mit einer Investitionssumme ab 400.000 Euro auf. Die Palette reicht von dem Neubau der Halle am Mäusheckerweg für 10,26 Millionen Euro bis zur Renovierung des städtischen Verwaltungsgebäudes in der Thyrsusstraße für 448.000 Euro. Mit dem Bau von Sozialwohnungen in Filsch und der Sanierung des Exhauses befinden sich zwei wichtige Projekte derzeit in der Startphase. Im Filscher Baugebiet BU 14 entsteht für 7,65 Millionen Euro ein Komplex mit rund 50 Sozialwohnungen. Es ist das zweite Projekt dieser Art nach dem bereits fertig gestellten Gebäude am Hofgut Mariahof. Für Filsch rechnet die Gebäudewirtschaft mit einer sechsmonatigen Bauzeit bis November. Kostensteigerungen könnten sich wegen der schwierigen Topographie bei der Gestaltung der Außenanlagen ergeben.

Die Kosten für die Sanierung des Jugendzentrums Exhaus inklusive Innenhof belaufen sich nach jetzigem Stand auf 3,65 Millionen Euro, was sich aber nach der Ausschreibung und Vergabe der Leistungen angesichts allgemein steigender Baupreise noch verändern kann. Mit der Fertigstellung ist für Mai 2019 zu rechnen.

Bei vier Projekten sieht die Gebäudewirtschaft Risiken, die zu einer Verzögerung führen können: Beim Umbau der Grundschule Feyen steht die Finanzierung der Verkehrserschließung noch aus, bei der Fachklassensanierung im AVG und bei der Sanierung des Parkplatzes der Zulassungsstelle fehlen Zuschussbewilligungen, während die weitere Sanierung der IGS am Wolfsberg besonders von einer guten Witterung abhängig ist.

Von den insgesamt 39 Straßenbauprojekten des Tiefbauamts liegen derzeit 23 voll im Zeitplan, darunter das Bürgerhausumfeld in Trier-Nord, die Umgestaltung des Nikolaus-Koch-Platzes, die Sanierung der Straße Zur Stadtmauer in Ehrang und der Ausbau der Bleichstraße am Zurlaubener Ufer. Bei zehn Projekten zeichnen sich Verzögerungen ab. So fehlt für den geplanten Ausbau des westlichen Römerbrückenkopfs derzeit noch die Zuschussbewilligung. Sechs Maßnahmen müssen aus verschiedenen Gründen verschoben werden. Dazu zählen die Fahrbahnerneuerungen der Luxemburger Straße, der Quinter Straße und der Eltzstraße.

3 KOMMENTARE

  1. Insbesondere im Sektor Tiefbau hat man den Trierern in den letzten 40 Jahren viele vollmundige Versprechen gemacht, ein Grossteil der avisierten Projekte wurden teilweise Jahrzehnte vor sich her geschoben und dass sie realisiert werden das glaube ich erst wenn ich drüber fahren kann.’Falls ich das überhaupt noch erlebe.

  2. Osttangente, Nordbrücke, Verbindung Mariahof-B268, Wasserwegdurchbruch, Moselbahndurchbruch, Umgehung Kürenz, Sanierung Kürenzer Str. , Bonner Str., Petrisbergaufstieg, Gleisquerung Gartenfeld. Um nur mal ein paar Beispiele zu nennen

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