Misshandlungen in Kita: Einstellungen im Prozess angeboten

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Bildquelle: David Ebener / dpa-Archiv

KOBLENZ. Im Koblenzer Prozess gegen vier ehemalige Erzieherinnen wegen mutmaßlicher Misshandlungen kleiner Kinder hat der Vorsitzende Richter zwei der Frauen die Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage angeboten.

Die Gründe dafür nannte Ralf Bock am Freitag vorerst nicht, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Eine Einstellung wäre kein Freispruch. Eine Auflage könnte zum Beispiel eine Geldzahlung sein. Zuvor hatte die «Rhein-Zeitung» online über Bocks Angebot berichtet.

Die beiden Angeklagten sollen laut dem Vorsitzenden Richter bis nächsten Mittwoch entscheiden, ob sie einer Einstellung zustimmen. An dem Tag machen sich alle Prozessbeteiligten anstelle der Verhandlung am Landgericht Koblenz bei einem nicht öffentlichen Ortstermin ein Bild vom mutmaßlichen Tatort, der Kita in Antweiler im Kreis Ahrweiler, wie die Gerichtssprecherin der dpa weiter mitteilte.

Die Anklage wirft drei der früheren Erzieherinnen vor, 2012 und 2013 ihre kleinen Schützlinge immer wieder gequält, gefesselt, geschlagen und eingesperrt zu haben. Die vierte Frau habe die Taten nicht verhindert. Die Vorwürfe hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Beim Prozessauftakt am 8. Mai schwiegen die Angeklagten. Nur eine Verteidigerin wies an dem Tag die Vorwürfe gegen ihre Mandantin ausführlich zurück und sprach von einer Hexenjagd.

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