Grundschulen wegen neuer Datenschutzregeln offline

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Symbolbild

TRIER/ MAINZ. Aus Unsicherheit wegen der neuen europäischen Datenschutzregeln sind in Mainz fast alle Grundschulen mit ihren Internetseiten vorübergehend vom Netz gegangen.

«Die Seiten der Mainzer Grundschulen werden im Moment an die EU-Datenschutz-Grundverordnung angepasst und wurden bis auf Weiteres vom Netz genommen», hieß es bei fast allen der 22 Grundschulen. In anderen Städten wie Koblenz gab es das Problem dagegen nicht.

«Es ist wohl eine Verunsicherung da», sagte eine Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier am Freitag. Es sei nachvollziehbar, dass sich Schulen zunächst über bestehende Unklarheiten informieren wollten. Der Schulaufsicht sei aber nicht bekannt, dass «es ein massenhaftes Problem» sei. «Wir nehmen aber schon an, dass das bei der einen oder anderen Grundschule oder weiterführenden Schulen im Land auch der Fall sein könnte.» Häufig würden die Internetseiten der Grundschulen von Kommunen betrieben. «Da ist es klar, dass sich Schulleiter jetzt erst einmal ausgiebig mit dem Thema befassen wollen.» An größeren weiterführenden Schulen gebe es oft Informatiklehrer vor Ort.

Das Bildungsministerium riet zu Gelassenheit. «Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung», sagte Sprecher Henning Henn. «Keine Schule muss ihre Homepage abschalten.» Die Schulen seien im April und in dieser Woche über die neuen Datenschutzregeln informiert worden und hätten einen Datenschutzhinweis für ihre Homepage erhalten. Selbst wenn die Homepage nicht rechtsgültig wäre, wäre aber kein Schulleiter haftbar, sondern das Bildungsministerium als Dienstherr, sagte der Sprecher.

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