Schwester aus Westerwald soll heilig gesprochen werden

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ROM. (dpa/lhe) Die deutsche Schwester Maria Katharina Kasper (1820 bis 1898), Gründerin der Ordensgemeinschaft Dernbacher Schwestern im Westerwald, soll am 14. Oktober auf dem Petersplatz in Rom in den Stand der Heiligen gehoben werden. Das gab Papst Franziskus am Samstag bei einem Kardinalskonsistorium bekannt. Die Zeremonie findet im Rahmen der Bischofssynode zum Thema Jugend im Vatikan statt. Auch Papst Paul VI. und der salvadorianische Bischof Oscar Romero werden im Oktober heiliggesprochen.

Katharina Kasper lebte von 1820 bis 1898 und gründete die Gemeinschaft Die Armen Dienstmägde Jesu Christi (auch Dernbacher Schwestern), die sich um Alte und Kranke kümmerte. Die Gemeinschaft ist mittlerweile in mehreren Ländern vertreten, nach eigenen Angaben arbeiten dort rund 600 Schwestern. Papst Paul VI. sprach Kasper im Jahr 1978 selig. Nach Angaben des Bistums Limburg stellte der damalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst den Antrag auf Eröffnung des Verfahrens. Kasper soll für die Heilung eines indischen Bruders verantwortlich sein, was der Vatikan als Wunder anerkannt hatte.

Paul VI. war von 1963 bis 1978 Pontifex und führte die katholische Kirche durch stürmische Zeiten. Er beendete erfolgreich das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965), das als wegweisend für die Erneuerung der Kirche gilt. Zugleich bestätigte der Italiener ein seit langem bestehendes Verbot der Abtreibung und der Verwendung künstlicher Verhütungsmittel wie der Antibabypille. Seine Kritiker nannten ihn Pillen-Paul».

Romero, der 1980 von einem Mitglied einer rechtsgerichteten Todesschwadron erschossen wurde, als er gerade eine Messe las, gilt als Märtyrer der katholischen Kirche. Er setzte sich für die Belange der Armen ein und brachte damit die reichen Eliten und das Militär in El Salvador gegen sich auf.

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