Ampel-Koalition ist uneins über den Umgang mit Wölfen

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dpa: Patrick Pleul / dpa-Archiv

MAINZ. Der Wolf droht die Ampel-Koalition in Rheinland-Pfalz zu entzweien. Während die Grünen vor Panik warnen, will die FDP-Fraktion den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen.

«Wir registrieren, dass auch der Wolf in Rheinland-Pfalz mittlerweile angekommen ist», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Weber, der auch Jäger ist. «Wenn der Wolf gefährlich wird vor Ort, müsste man eingreifen können.» Das Tier sei «eine Gefährdung für die Außenwelt beziehungsweise für die Weidetiere». Es gehe nicht um eine Eliminierung jedes Wolfs in Rheinland-Pfalz.

«Der Wolf ist ja noch gar nicht da. Er wurde einmal gesichtet», sagte Grünen-Fraktionschef Bernhard Braun. «Wir wollen da jeglicher Panik vorgreifen.» Seit drei Jahren gebe es im Land einen Plan für das Wolf-Management. Darin sei auch festgehalten, dass Tiere ersetzt würden, wenn sie von einem Wolf gerissen oder verletzt würden.

Seit der Jahrtausendwende vermehren sich die Wölfe wieder in Deutschland, die größten Populationen leben in Ostdeutschland und Niedersachsen. In Rheinland-Pfalz wurden bisher vereinzelt Wölfe nachgewiesen. Zuletzt wurde ein Wolf auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Daaden im Westerwald gesichtet. Ein weibliches Tier hatte im März bei Leutesdorf (Kreis Neuwied) Damwild gerissen.

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