Nach dem Start von Immoatlas in Trier – Woher stammen die Daten? Wie kann ich diese ändern?

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TRIER. Exklusiv und nur in Trier – Am vergangenem Montag startete in Trier die neue Immobilienplattform Immoatlas – Ziel der neuartigen und kartenbasierten Immobiliensuche ist es, Transparenz in den für viele undurchsichtigen Markt zu bringen. Die Plattform stellt mehr Informationen rund um die gewünschte oder die eigene Immobilie zur Verfügung. Auf Immoatlas findet der Nutzer frei zugänglich und gratis, Schätzungen zu allen Objekten in Trier. So besteht die Möglichkeit sich in der Karte zu einem Objekt zu navigieren, oder einfach nach einer konkreten Adresse zu suchen.

Der Startschuss am vergangenen Montag sorgte in Trier für reichlich positive Resonanz, einiges Aufsehen und teilweise auch für Unmut – Wir haben daher für euch die wichtigsten Antworten und Fragen zu Immoatlas einmal zusammengefasst:

Woher kommen die verwendeten Daten?
Die Daten zu den einzelnen Objekten stammen aus vielen unterschiedlichen Quellen. Teilweise sind diese frei zugänglich, teilweise werden die Daten kostenpflichtig vertrieben. Neben öffentlichen Daten, wie z.B. den Flurstücksumringen von der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz oder den Kartendaten des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie und Google, werden auch Informationen von speziellen Geodatenanbietern in der Anwendung angezeigt, die Angaben über die Baujahre und die Größen der einzelnen Objekte machen.

Welche Daten liegen den Schätzwerten zugrunde?
Als Grundlage für die Bewertungsalgorithmen dienen mehrere Millionen Immobilienpreise, also Kaufpreise und Kaufpreisangebote sowie Mietpreise. Diese Datenbank wird fortlaufend aktualisiert und mit aktuellen Preisen und Mieten fortgeschrieben.

Wie werden die Schätzwerte ermittelt?
Die angezeigten Schätzwerte werden mithilfe spezieller für die Immobilienbewertung entwickelter Algorithmen ermittelt. Dahinter stehen komplexe statistische räumlich-zeitliche Modellierungen, die unter Nutzung von Machine-Learning Prozessen permanent verbessert werden. Die Schätzwerte selbst werden auf dieser Basis voll automatisiert ermittelt.




Meine Daten stimmen nicht – Was kann ich tun?
Falls Eigentümer feststellen, dass Daten zur eigenen Immobilie nicht richtig im Immoatlas angezeigt werden, können diese einfach korrigiert werden. Dazu können sich Nutzer im ersten Schritt als Eigentümer einer konkreten Immobilie auf Immoatlas registrieren. Im zweiten Schritt ist es möglich Eckdaten sowie Informationen zur Bausubstanz und Energieeffizienzklasse einer Immobilie, welche direkt in die Schätzwertberechnung einfließen, zu ändern. Unter Eckdaten sind beispielsweise Informationen zur Grundstücks- und Wohnfläche, Baujahr, letzte Modernisierung usw. zu verstehen. Diese verbesserten Daten sind im dritten Schritt sofort auf Immoatlas sichtbar. Innerhalb von nur 72 Stunden berechnet der spezielle Algorithmus den Wert der Immobilie neu. Der Schätzwert des Objekts wird somit automatisch im vierten Schritt an die korrigierten Angaben angepasst.
 
Wieso stimmen das angegebene Baujahr und die Größe des angezeigten Objekts nicht?
Die Angaben zu den Baujahren und Objektgrößen sind auf Basis verfügbarer Informationen geschätzt. So werden die Wohnflächen beispielsweise aus der mit dem Gebäude überbauten Grundfläche unter Berücksichtigung der erkennbaren Geschossanzahl pauschal ermittelt. Als Grundlage hierzu können Auswertungen von Luftbildern und Satellitenfotos verwendet werden. Bei diesen Verfahren kann es aufgrund der pauschalen Vorgehensweise auch teilweise zu Abweichungen gegenüber den tatsächlichen Größen kommen, die sich dann vor allem hinsichtlich der Wohnfläche sehr stark auswirken. Wird z.B. ein zweigeschossiges Gebäude in der Bildanalyse fehlerhaft als nur eingeschossig erkannt, kann die tatsächliche Wohnfläche nahezu doppelt so groß sein, wie hier angegeben. Da diese Angaben auch in die Ermittlung der Schätzwerte eingehen, haben sie einen wesentlichen Einfluss auf dessen Höhe und Richtigkeit. Sollten Sie also einen Schätzwert für unrealistisch halten, prüfen Sie bitte zunächst die Angaben zum Baujahr und zur Wohnfläche. Als Eigentümer können Sie die Daten richtig stellen. Darauf basierend wird der Schätzwert neu ermittelt.


 
Wie gehen der Zustand und Modernisierungen in den Schätzwert ein?
Der angewendete Algorithmus zur Ermittlung des Schätzwertes nutzt unter anderem den Zustand, beziehungsweise die Ausstattung, des Objekts sowie den jeweiligen Modernisierungszustand. Hierfür werden vollautomatisch Annahmen für das jeweilige Objekt getroffen, die aus bekannten Informationen zu vergleichbaren Objekten abgeleitet sind. Wenn diese automatisiert ermittelten Angaben nicht der Realität entsprechen, können sie vom Nutzer in der Anwendung korrigiert werden. Dadurch ändert sich auch der entsprechende Schätzwert.
 
Was passiert mit meinen Daten?
Die zur Immobilie eingegeben Daten, werden genutzt um den Schätzwert der jeweiligen Immobilie neu zu berechnen und an die Angaben anzupassen. Persönliche Daten, beispielsweise eine E-Mail-Adresse, werden nur insofern gespeichert, als dass sie für die Bereitstellung des Angebots nötig sind. Weiteres dazu, auch zur Verwendung von Google Analytics und weiterer Drittanbieter-Integrationen, sind in den Datenschutzbestimmungen von Immoatlas zu finden.

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