Meisterfeier in Trier: Ein Hoch auf 143 neue Meisterinnen und Meister!

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TRIER. Einen Vorgeschmack darauf, was es heißt, ein Handwerksmeister zu sein, erfuhr das Publikum gleich zum Auftakt der diesjährigen Meisterfeier in Trier – in einem zweiminütigem Imagefilm des Handwerks.

Das Video auf Western-Art macht deutlich, was Meister tagtäglich erleben: „Sie erkennen ein Problem direkt, lösen es sofort mit aller Kompetenz, erfahren eine besondere Wertschätzung durch den Kunden und fahren dann zufrieden einer neuen Herausforderung entgegen“, deutete Kammerpräsident Rudi Müller die Handlung des Spots.

Die im Kurzfilm versprühte Dynamik setzte sich in den folgenden anderthalb Stunden auf der Bühne in der Europahalle fort. So hieß die Handwerkskammer ihre 143 neuen Meisterinnen und Meister in einem schwungvollen Festakt willkommen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung feierten die jungen Frauen und Männer, die in der Europahalle Trier ihre Meisterbriefe entgegennahmen. Das Handwerk der Region kann sich über diese hochqualifizierten Fachkräfte freuen: 37 Kraftfahrzeugtechniker, jeweils 16 Installateur- und Heizungsbauer sowie Friseurinnen, jeweils 14 Elektrotechniker und Metallbauer, 12 Maler/innen und Lackierer/innen, 8 Feinwerkmechaniker, 7 Tischler, jeweils 5 Maurer und Betonbauer, Tischler und Zahntechniker sowie 4 Zimmerer.

Kammerpräsident Rudi Müller, Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf, der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe und HWK-Vollversammlungsmitglied Patrick Schnieder (MdB) sprachen in ihren Reden den jungen Meisterinnen und Meistern gegenüber Anerkennung und Respekt aus. OB Leibe sagte: „Ich beneide Handwerker darum, dass sie oft schon am Tagesende die Ergebnisse ihrer Arbeit vor Augen haben.“ Die Verwaltung hingegen arbeite in längerfristigen Prozessen an Rahmenbedingungen wie stadtnahen Gewerbeflächen oder schnellem Internet. Die zwölf Prüfungsbesten erhielten neben ihren Schmuckurkunden einen Scheck von der Sparkasse Trier und einen Gutschein von der City Initiative Trier. Stolz hielten alle Absolventen ihre Meisterbriefe in den Händen, als das Publikum auf der Bühne und im Saal sie mit der Fußball-Hymne „Auf uns“ hochleben ließ. Der emotionalste und zugleich feierlichste Moment krönte die Zeremonie: die Einschwörung. Dazu erhoben sich die Jungmeisterinnen und Jungmeister von ihren Plätzen.

Was es über den tagtäglichen Problemlöser hinaus bedeutet, Meister zu sein, fasste der Kammerpräsident zusammen: „Vorbild als Mensch, Meister und Bürger zu sein sowie gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu übernehmen“, sagte Müller. „Seien Sie stolz auf Ihr Handwerk, auf Ihr Unternehmen und besonders auf Ihre eigene Arbeit. Überzeugen und begeistern Sie Ihre Kunden und Ihr Unternehmen mit einer handwerklichen Meisterleistung und ganz besonders auch mit Ihrer Persönlichkeit. Denn Sie prägen durch Ihr Verhalten das Image des Handwerks und Ihres Unternehmens.“

Patrick Schnieder betonte, dass der Wert der beruflichen Bildung noch stärker ins Bewusstsein rücken müsse. Sie sei so viel wert wie ein akademischer Abschluss: „Das Leben fängt nicht erst mit dem Abitur oder Studium an! Mit dem Meistertitel haben Sie die Spitze erreicht und tragen dazu bei, dass die Qualität und das Ansehen des deutschen Handwerks erhalten bleiben.“ Die jungen Meister sind sich ihrer neuen Rolle als Vorbild bewusst. „Meister sind in der Gesellschaft angesehen und bekommen dafür Anerkennung“, sagte Natalja Wink (36), frischgebackene Friseurmeisterin aus Wittlich. Philippe Zimmer (24), Maler- und Lackierermeister aus Morscheid, ist ebenfalls froh, den Titel in der Tasche zu haben: „Damit habe ich schon einen Lebenserfolg erzielt.“

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