Berufsschulen: Mehr als ein Drittel sind Quereinsteiger

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In den Berufsschulen in Rheinland-Pfalz sind viele Lehrer Quereinsteiger.

Bildquelle: Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

RHEINLAND-PFALZ. Lehrer werden, ohne Lehramt studiert zu haben: Um die Löcher an rheinland-pfälzischen Berufsschulen zu stopfen, bereitet das Land wieder sogenannte Quereinsteiger auf den Schuldienst vor. Von den zum 1. Mai neu eingestellten Referendaren wagen 25 den Quereinstieg, wie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier auf Anfrage mitteilte.

Seit 2003 ermöglicht die ADD Hochschulabsolventen von Bedarfsfächern, den zweijährigen Vorbereitungsdienst zum Berufsschullehrer anzutreten. Voraussetzung: Es gibt nicht genügend Lehramtsstudenten, die sich bewerben. Dies war aktuell unter anderem bei Elektrotechnik oder Gesundheit der Fall.

Für den Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) ist der Seiteneinsteig ein «notwendiges Übel». Und ein klares Zeichen: «Die Landesregierung hat es über Jahre versäumt, den realen Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern zu erkennen», sagt der Landesvorsitzende Gerhard Bold. Quereinsteiger seien «schlecht bis gar nicht auf ihren Einsatz an Schulen vorbereitet». Laut ADD hören allerdings im Schnitt nur 1,5 Absolventen pro Durchgang vorzeitig auf.

Die Möglichkeit zum Quereinstieg für Förder- und berufsbildende Schulen gibt es seit 2003. Gerade für Förderschulen sieht der VBE große Probleme, da Quereinsteiger den besonderen Anforderungen der Schüler «kaum gerecht werden» könnten. Für Gymnasien gibt es laut ADD genügend Referendariatsbewerbungen.

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