Tierschützer protestieren in Trier gegen Zirkusauftritt von Tigern

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TRIER. Mit Spruchbändern, Plakaten und Aktivisten in Tierkostümen haben Tierschützer am Montag in Trier gegen den Auftritt von Löwen, Tigern und Elefanten im Zirkus protestiert.

Gut eine Woche vor dem Gastspiel des Circus Krone in Trier kritisierte der Deutsche Tierschutzbund, dass die Ansprüche an die Unterbringung von Wildtieren in einem fahrenden Unternehmen nicht zu erfüllen seien. «Dass Elefanten, Tiger, Löwen und viele andere Wildtiere in der Manege fragwürdige Kunststücke vorführen müssen – nur um das Publikum zu unterhalten – ist nicht mehr zeitgemäß, Tradition hin oder her», sagte Tierschutzbundsprecherin Lea Schmitz.

Der Tierschutzbeauftragte des Circus Krone, Frank Keller, erwiderte, die artgerechte Haltung der Tiere werde wöchentlich vom Veterinäramt kontrolliert. «Wir sind der meistkontrollierte Tierhalterbetrieb der Welt.» Zudem seien die Zirkustiere «gar keine Wildtiere mehr», da sie oft schon über 20 Generationen hinweg in menschlicher Obhut seien. Die Exotik der Tiere sei zusammen mit dem Nervenkitzel der Artisten und den Späßen der Clowns eine der drei Säulen im klassischen Traditionszirkus. Das Zirkusprogramm zeige «den respektvollen, liebevollen Umgang zwischen Mensch und Tier».

Mit Unterstützung von Rheinland-Pfalz hat sich der Bundesrat wiederholt gegen den Einsatz großer Wildtiere im Zirkus ausgesprochen und die Bundesregierung aufgefordert, ein Wildtier-Verbot für Zirkusse zu erlassen. «Diese Tierquälerei muss ein Ende haben», sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). «Leider hinkt da die Bundesregierung immer noch hinterher», kritisierte Schmitz.

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