Ehrlich währt am Längsten! Angebliche “Fahrerflucht“ mit schwerverletztem Kind bei Nittel aufgeklärt!

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Bildquelle: dpa-Archiv

NITTEL. Bereits Dienstag, 24. April, ereignete sich gegen 16.20 Uhr in Nittel, Ortsteil Köllig, ein Verkehrsunfall, bei dem ein neunjähriger Junge nach ersten Feststellungen schwer verletzt wurde. Das Kind war nicht mehr ansprechbar und musste damals mit dem Rettungshubschrauber in ein Trierer Krankenhaus geflogen werden.

Als Unfallfahrzeug konnte im Anschluss ein Paketzulieferungsfahrzeug ermittelt werden, das nicht am Unfallort verblieben, sondern weitergefahren war. Nach ersten Zeugenbefragungen und umfangreichen Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen der Polizei Saarburg konnte das beteiligte Fahrzeug am frühen Abend im Saarland festgestellt werden. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt und ebenso wie die Kleidung des Kindes durch die Kriminaltechnik der Kriminaldirektion Trier untersucht.

Der Gesundheitszustand des Jungen hat sich zwischenzeitlich deutlich verbessert, so dass auch er zum Unfallhergang befragt werden konnte. In seiner Anhörung schilderte das Kind das Zustandekommen des Unfalles. Demnach habe er das abgestellte Fahrzeug des Paketdienstes am Fahrbahnrand stehen gesehen, der Fahrer sei gerade eingestiegen. Er sei daraufhin auf das noch stehende Fahrzeug, im Bereich eines am Fahrzeugheck befindlichen Fußtritts aufgestiegen. Der Paketauslieferer sei losgefahren, habe aber nicht mehr wie erhofft im Dorf angehalten. Als er dies bemerkte, sei der Junge im Bereich des späteren Fundortes von dem fahrenden Auto „abgesprungen“.

Die Angaben des Kindes werden durch die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen gestützt. Im Bereich des Trittbretts konnte ein entsprechender Schuhabdruck gesichert werden.

Die Polizei Saarburg, Sachbearbeiter Bernhard Schmitt, lobt die Ehrlichkeit des Kindes. „Durch seine ehrliche und umfassende Schilderung des tatsächlichen Geschehens ergibt sich bei diesem Unfallhergang ein ganz anderes Bild. Durch die Bauart des Fahrzeuges hat der Fahrzeugführer aus dem Fahrzeug heraus keine Sicht auf das hintere Trittbrett. Damit dürfte auch der Paketzulieferer deutlich rehabilitiert werden, denn er ist in der Region als zuverlässig und freundlich bekannt.“

Die Polizeiinspektion Saarburg bedankt sich bei den vielen Zeugen für ihre umfassenden Angaben.
Gemeinsam konnte diese zunächst völlig unklare Situation nun umfassend ermittelt werden.

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