Prozess um Mord soll nach Jugendstrafrecht geführt werden

0

Bildquelle: dpa-Archiv

LANDAU/KANDEL. Das Landgericht Landau will den Angeklagten im Mordfall Kandel als Jugendlichen behandeln.

Dies teilte das Gericht am Freitag nach einer vorläufigen Bewertung bei der Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung mit. Ein mutmaßlich aus Afghanistan stammender Mann wird beschuldigt, seine 15-jährige Exfreundin Ende Dezember 2017 heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen erstochen zu haben.

«Nach vorläufiger Bewertung der bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Altersbestimmung des Angeklagten geht die Kammer … in Anwendung des Zweifelsgrundsatzes (in dubio pro reo) davon aus, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte», erklärte der Sprecher.

Die als Jugendkammer fungierende 2. Strafkammer führe dazu allerdings noch weitere Ermittlungen durch. Eine nach Jugendstrafrecht geführte Hauptverhandlung ist nicht öffentlich. Derzeit seien noch keine Termine festgelegt worden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.