Abschied von enthauptetem Obdachlosen

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Polizeiabsperrband auf dem Hauptfriedhof von Koblenz.

Bildquelle: Foto: Sascha Ditscher/Archiv

KOBLENZ. Sechs Wochen nach der Enthauptung eines Obdachlosen in Koblenz können sich Bürger von dem Toten verabschieden. Wegen der sehr großen Anteilnahme am Tod von Gerd Michael Straten lässt ihn laut Polizei seine Familie in der Trauerhalle des Stadtteil-Friedhofs von Koblenz-Lützel aufbahren.

Heute ist dort der geschlossene Sarg für die Öffentlichkeit zugänglich. Bürger können etwas in ein Kondolenzbuch schreiben. Nach Angaben eines Stadtsprechers sind zur Sicherheit auch Polizisten anwesend.

In den vergangenen Wochen hatte die Rechtsmedizin in Mainz den Leichnam für die Ermittlungen gründlich untersucht. Straten war am 23. März tot auf dem Koblenzer Hauptfriedhof gefunden worden. Dort hatte er gelebt. Laut Polizei gibt es trotz rund 700 Hinweisen weiter keine heiße Spur. Eine etwa 30-köpfige Sonderkommission ermittelt.

Straten hatte in Koblenz mit Kunst gehandelt, Ende der 1990er Jahre aber sein Geschäft schließen müssen. Die Fahnder beschreiben ihn als zurückhaltend, freundlich und gebildet. Der 59-Jährige soll kaum oder keinen Alkohol getrunken und auch keine Drogen genommen haben.

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