Dreyer: Marx-Jubiläum ist Anlass zur Auseinandersetzung

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Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD).

Bildquelle: Arne Dedert / dpa-Archiv

TRIER. Das Jubiläum 200 Jahre Karl Marx ist nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ein Anstoß für eine kritische Auseinandersetzung mit dem weltberühmten Denker. «Marx ist streitbar.

Das war er und ist er auch immer noch und immer wieder», sagte Dreyer am Donnerstag in Trier. Rund 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges könne man aber neu und differenzierter auf Marx schauen. Die rheinland-pfälzische Landesausstellung «Karl Marx 1818-1883 Leben. Werk. Zeit.», die am (morgigen) Freitag feierlich eröffnet wird, schaffe dafür einen «eine gute Grundlage».

Hier seien aktuellen Forschungsergebnisse zu Marx «aufgefächert und leicht zugänglich» dargestellt. In der ersten kulturhistorischen Ausstellung zu Marx überhaupt wurden mehr als 400 Exponate aus elf Ländern in zwei Museen zusammengetragen. Sie ist vom Tag des 200. Geburtstags von Marx (5. Mai) an bis 21. Oktober zu sehen.

Dreyer sagte, sie sehe auch die Menschen, die Marx dafür verantwortlich machten, «was in seinem Namen» geschehen sei. Die Opfer der SED-Herrschaft würden «bei uns niemals vergessen werden». Marx könne man allerdings nicht die Gräueltaten des 20. Jahrhunderts zuschreiben.

Zum 200. Geburtstag von Marx sind in Trier so viele Exponate wie nie zusammengetragen worden. Neben der Landesschau gehen noch zwei weitere große Ausstellungen an den Start. Marx war am 5. Mai 1818 in Trier geboren worden und verbrachte die ersten 17 Jahre seines Lebens dort.

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