Prozess gegen mutmaßlichen Vergewaltiger beginnt

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KOBLENZ. Nach dem spektakulären mutmaßlichen Angriff eines Häftlings im Diezer Gefängnis auf seine Ehefrau steht der 36-Jährige vom 15. Mai an vor dem Landgericht Koblenz.

Vorerst sind fünf Verhandlungstage bis zum 13. Juni terminiert, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Die Anklage wirft dem Häftling Vergewaltigung, versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und Nötigung im Beisein der beiden kleinen Kinder der Frau vor.

Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft bedrohte der Häftling am 2. November 2017 im Besuchsraum des Gefängnisses im Rhein-Lahn-Kreis seine Frau, die sich von ihm habe trennen wollen, mit einer Porzellanscherbe. Diese sei an einem Stück Plastik befestigt gewesen. Dann habe er die Kleidung seiner Ehefrau mit dem Kopf eines Einwegrasierers zerschnitten und sie zu Sex gezwungen.

Als sie dem Gefangenen der Anklage zufolge sagte, ihn nicht mehr besuchen zu wollen, habe er sie gewürgt, ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihre Halskette zerrissen. Dann habe er «in Tötungsabsicht» mit der Porzellanscherbe auf ihre Schläfe, ihren Hals und ihre Brust eingestochen. Auch habe er dem kleinen Sohn seiner Frau den Arm auf den Rücken gedreht.

Ein Mitgefangener versuchte laut Staatsanwaltschaft, den Häftling an weiteren Stichen zu hindern. Daraufhin habe der 36-Jährige auch auf ihn eingeschlagen und danach getrachtet, ihn zu stechen. Die mutmaßliche Vergewaltigung in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Diez hatte Wellen bis in die rheinland-pfälzische Landespolitik geschlagen.

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