Tödlicher Messerstich auf Lebensgefährten: Frau angeklagt

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Bildquelle: David Ebener / dpa-Archiv

ZWEIBRÜCKEN. Drei Monate nach dem tödlichen Messerstich auf einen Mann in der Südwestpfalz ist seine Lebensgefährtin wegen Totschlags angeklagt worden.

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken geht davon aus, dass die geständige 50-Jährige und das 57 Jahre alte Opfer – beide Deutsche – Ende Januar in Thaleischweiler-Fröschen erheblich Alkohol getrunken haben, wie die Behörde am Montag mitteilte.

In der Wohnung des Mannes sei es zu einem Streit mit der nicht betrunkenen 30 Jahre alten Tochter der Frau gekommen. Der Mann habe sich in den Disput so hineingesteigert, dass er den Oberkörper freigemacht und gesagt habe, man solle ihn ritzen oder stechen. Um den Streit zu beenden, soll die 50-Jährige mit einem Messer zugestochen haben.

Laut Staatsanwaltschaft starb der Mann binnen kürzester Zeit, weil die 28 Zentimeter langer Klinge des Messers die Halsschlagader, die Speiseröhre und die Lunge verletzten. Die 50-Jährige habe nur gewollt, dass Ruhe einkehre. Einem psychiatrischen Sachverständigen zufolge hat sie im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt. Das Verfahren gegen die Tochter war eingestellt worden, weil ihr eine Beteiligung an der Tat nicht nachgewiesen werden konnte.

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