Musikalität – angeboren oder erlernt?

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Symbolbild

Bildquelle: pixabay

Die einen kratzen jahrelang erfolglos auf ihrer Geige herum, andere spielen schon nach ein paar Monaten ein lockeres Solo. Die meisten Menschen glauben, musikalische Fähigkeiten seien ausschließlich vererbt. Aber in der Musikpsychologie gibt es diesbezüglich keine eindeutige Meinung.

Das Gehirn eines neugeborenen Kindes ist kein weißes Blatt, sondern vorstrukturiert, deswegen gehen die Fähigkeiten über das bloße Nachahmen hinaus. Die Gene spielen eine wichtige Rolle für die Grundausstattung der geistigen Fähigkeiten und haben auch was mit Talenten zu tun, aber sicherlich nicht absolut. Wer erfolgreich sein will, der muss hart arbeiten und nicht nur an auf seine Gene und begabte Eltern hoffen. Wie Robert Stolz, der österreichische Komponist, gesagt hat: „50 % Talent genügen, wenn man sie durch 50 % Arbeit ergänzt“. Wenn Sie das Kind von Daniel „Kid Poker“ Negreanu sind, bedeutet das nicht, dass Sie ohne stundenlanges Pokern im NetBet Casino, wo Sie Ihr Geschick vervollkommnen können, vier WSOP Bracelets und über 15 Millionen USD wie Ihr berühmter Vater gewinnen werden.

Dasselbe gilt auch für die Musikalität. Kinder, deren Eltern sich für Musik interessieren, dürften öfter musikalische Fähigkeiten haben, aber die Vererbung ist hier nicht entscheidend. Gute Gene müssen nicht zwangsläufig ein Genie ergeben. Ohne Förderung und angemessene Umgebung könnte eine vorhandene musikalische Begabung nicht zum Vorschein kommen. Von großer Bedeutung sind auch: die richtige Lehrkraft, der richtige Zeitpunkt und das richtige Instrument.

Auch die Unmusikalität kann viele Gründe haben. Einige Menschen verfügen einfach über keine Fähigkeit, Töne richtig nach zu singen oder ein Instrument zu erlernen. Dieses Phänomen heißt Dysmusia. Etwa vier Prozent der Menschen leiden an einer angeborenen Form dieser Krankheit. Man muss auf das Gehör des Kindes Acht geben, auch wenn Sie kein Wunderkind großziehen möchten, so z.B. strukturiert die frühe Musikausbildung das Hörzentrum um.

Eigentlich kann man alles begreifen und alle Leistungen herauskitzeln, wenn einige Voraussetzungen erfüllt werden. Zu den wichtigsten Voraussetzungen gehören einfach der große Wunsch und der Wille. Wir können alles lernen, wenn wir wollen. Wie man sagt: Wer will, der kann, d.h. wir suchen nach einer Lösung, wenn wir was wollen, und nach einer Ausrede, wenn uns was nicht gefällt. Die Volksweisheit, dass die Übung den Meister macht lässt sich durch 10 000 Stunden-Regel erklären, die von US-Psychologen Anders Ericsson, Ralf Krampe und Clemes Tesch-Römer formuliert wurde: Alle erfolgreiche Menschen haben in ihrem Fachbereich mindestens 10 000 Stunden geübt, um großen Erfolg zu erreichen und anerkannt zu werden.

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