Nach Großrazzia gegen Bordell-Netz zwei weitere Festnahmen

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Ein maskierter Beamter der Bundespolizei sichert während einer Razzia in einem Bordell den Eingang.

Bildquelle: dpa-Archiv

KOBLENZ/SAARRÜCKEN. Nach der Zerschlagung eines Bordell-Netzwerks mit mutmaßlich Hunderten nach Deutschland geholten Thailändern hat die Bundespolizei die beiden fehlenden Hauptverdächtigen festgenommen.

Damit sei „diesem Schleusernetzwerk die letzte verbliebene Grundlage entzogen“, teilte der Präsident der Bundespolizeidirektion Koblenz, Joachim Moritz, am Donnerstag mit.

Die Ermittler wussten, dass sich die zwei Beschuldigten während der Großrazzia am 18. April mit 1527 Beamten, 62 durchsuchten Bordellen und Wohnungen in zwölf Bundesländern im fernen Thailand aufhielten. Als die 40-Jährige und ihr 29 Jahre alter Freund am Mittwochabend nach einem Flug von dort in Frankfurt am Main landeten, wurden sie schon von der Bundespolizei erwartet – die Handschellen klickten.

Hauptwohnsitz des thailändischen Paars ist laut Bundespolizei Rastatt in Baden-Württemberg. Zu Spekulationen, es könnte sich lieber der deutschen als der härteren thailändischen Justiz gestellt haben, nahm die Bundespolizei keine Stellung.

Die anderen sieben Hauptbeschuldigten waren bereits am 18. April in Deutschland festgenommen worden. Die damalige Razzia war die größte in der Geschichte der Bundespolizei gewesen. Die Bande soll von Siegen aus vor allem Menschen aus Thailand in ein bundesweites Bordell-Netzwerk geschickt haben. Im Fokus der Kriminellen standen nach Erkenntnissen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main bevorzugt Transsexuelle, die mit hohen Verdienstmöglichkeiten als Prostituierte nach Deutschland gelockt worden seien. Bei der Razzia wurde auch in Saarbrücken ein 34-jähriger Thailänder festgenommen.

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