Lösung für Umbau gefunden: Dauerhafte Perspektive für die Europahalle

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Bildquelle: Rathaus Zeitung

TRIER. Der befristete Vertrag zur Nutzung der Europahalle kann über den Jahresbeginn 2019 hinaus verlängert werden, weil sich eine Lösung bei den Brandschutzauflagen abzeichnet: Der Stadtvorstand stimmte dem Vorschlag zu, rund 360.000 Euro für den nötigen Umbau bereitzustellen.

Den endgültigen Beschluss trifft der Stadtrat am 17. Mai. Den Durchbruch brachten nicht zuletzt Experten des Trierer Ingenieurbüros Rittgen, die das Projekt von Beginn an begleitet haben.
Dank dieser Expertise entstand ein Vorschlag, wie durch technische Verbesserungen an der Kessel- und Lüftungsanlage und der Sprinklerzentrale sowie durch den Einbau von Schutzklappen die Auflagen des TÜV und der Feuerwehr erfüllt werden können.

Einem unbeschränkten Weiterbetrieb der Halle steht dann nichts mehr im Weg. Einzelheiten stehen in der Machbarkeitsstudie, die die Grundlage der Beschlussvorlage bildet. Die weitere Konkretisierung des Vorschlags entstand in enger Zusammenarbeit des Bau- und des Ordnungsdezernats sowie der Berufsfeuerwehr. OB Wolfram Leibe lobte bei der Präsentation des Konzepts in der Pressekonferenz des Stadtvorstands am Montag die „kon-
struktive und schnelle Zusammenarbeit“ aller Experten.

Beigeordneter Thomas Schmitt zeigte sich sehr erleichtert, dass das „Damoklesschwert einer Schließung der Europahalle nun weg ist“, und die Halle wieder länger im Voraus gebucht werden könne. „Die Europahalle lebt und wird noch länger leben“, ergänzte der OB. Für eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität, zum Beispiel im Foyer, und kleinere Ausbesserungen am Gebäude sind nach Aussage von Schmitt weitere rund 240.000 Euro nötig. Diese Ausgaben hielten sich in einem „vertretbaren Rahmen.“ Insgesamt kommt diese Lösung die Stadt wesentlich billiger als die vorher für unausweichlich gehaltene Sanierung des Gebäudekomplexes. Deren Kosten waren auf mindestens 9,4 Millionen Euro geschätzt worden.

Der Stadtrat hatte sich bereits im Januar mit der Europahalle befasst. Damals ging es um eine Vereinbarung zwischen der Stadt und der regionalen Immobilienfirma IFA als Käufer des angrenzenden Hotels. Die städtische Europahalle und das in privatem Besitz befindliche Hotel waren über Grundbucheintragungen auf Gedeih und Verderb miteinander verknüpft. Für beide Seiten waren das Bremsklötze im Hinblick auf die Entwicklung von Hotel und Halle. Mit der Vereinbarung hat die Stadt auf das Vorkaufsrecht verzichtet. Im Gegenzug wurde notariell vereinbart dass die Dienstbarkeiten zu Lasten des städtischen Grundstücks nach spätestens zwei Jahren gelöscht werden.

Aus Sicht von Dezernent Schmitt hat die Stadt mit der Vereinbarung vom Januar „wertvolle Zeit gewonnen“. Mit dem Baudezernat sowie der MVG Trier Messe- und Veranstaltungsgesellschaft mbH, die die Halle bewirtschaftet, und in Kooperation mit dem Hotelbesitzer entsteht ein städtebauliches Konzept für das gesamte Areal. Den langfristigen Bedarf für eine Veranstaltungs- und Kongresshalle in der Größe der Europahalle sieht Schmitt als gegeben an.

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