Gedanken zu Karl Marx in Hörstationen des «Marxcontainer»

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Jugendliche sitzen und lauschen im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium auf der Hörbank des MARXCONTAINERS.

Bildquelle: Harald Tittel / dpa-Archiv

TRIER. Was verbinden Sie mit Karl Marx? Was fehlt Ihnen an unserer Gesellschaft? Fragen, auf die Menschen zum 200. Geburtstag des Denkers in einer automatischen Tonaufnahmbox geantwortet haben: in Trier, Saarbrücken, Metz und Luxemburg.

Aus den Mitschnitten im «Marxcontainer» sind jetzt Hörstücke entstanden, die im Marx-Jahr in den vier Städten auf knallroten Sitzbänken mit Kopfhörern zu hören sein werden. Am Dienstag ging in Trier die erste von insgesamt fünf Hörbänken in Betrieb.

Der Startschuss fiel im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium – die Schule, in der Karl Marx 1835 sein Abitur machte. Die Antworten der Passanten in der Aufnahmebox seien sehr vielfältig gewesen, sagte Katharina Bihler vom Hörspielensemble Liquid Penguin aus Saarbrücken. «Es war überraschend, wie ausführlich manche Leute geantwortet haben.» Vom kleinen Kind bis zum Senior sei alles dabei gewesen. «Es ist eine superschöne Mischung.»

Das Hörspielensemble hat aus rund 50 Stunden Aufnahmen gut 56 Minuten Hörspiele gebastelt und mit Geräuschen beispielsweise von Maschinen verbunden. «Es gibt nur wenige, die Marx verdammen», sagte Bihler. Viele regten an, Marx Ideen heute neu zu betrachten. Der Geburtstag des in Trier geborenen Philosophen jährt sich am 5. mai zum 200. Mal.

Der Marxcontainer sei das erste Projekt des Marx-Jubiläumsjahres, sagte der Programm-Koordinator Rudolf Hahn. Es habe bereits vor zwei Jahren begonnen, die Stimmen wurden von Mai 2017 bis Februar 2018 gesammelt. Ab Ende Mai werde es für Frankreich und Luxemburg auch eine französische Fassung geben, sagte Bihler. Der Marxcontainer ist ein Projekt der Karl Marx 2018 – Ausstellungsgesellschaft.

5 KOMMENTARE

  1. Trier sollte sich nicht damit rühmen, einen Karl-Marx zu bejubeln, bzw. einen solchen Hype um seine Statue zu machen. Wenn man sich mal intensiver mit dem Mann und seinen Thesen beschäftigt, kann man nur noch den Kopf schütteln.

    • Warum?
      Was hat sie denn beim intensiven Studium des 2. Bandes von „Das Kapital“ so gestört — das sie anscheinend nur noch mit dem Kopf schütteln können, wenn sie Karl Marx sehen.

  2. Marx hat über Wirtschaft nachgedacht, das ist zunächst mal ungefährlich. Politiker haben später mit schlechten Umsetzungen seiner Ideen Menschen gequält. Friedrich August von Hayek hat auch über Wirtschaft nachgedacht und eine erfolgreiche Lobby gegründet, unter der heute sogar noch mehr Menschen leiden.

    • „Der Weg zur Knechtschaft“ ,mit der Hayek belegen wollte dass sozialistische Planwirtschaft dorthin führt hat den Menschen in der freien Marktwirtschaft eingeholt. Was zeigt dass,weder das eine noch das andere System für den Grossteil der Menschheit Glück und Wohlstand bringt.

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