Nach Unfall mit Pferdekutsche in Mariahof: PETA fordert OB Leibe zum Handeln auf !

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Bildquelle: pixabay.com

TRIER. Schwerer Kutschenunfall bei Trier: Vergangenen Samstag, 21. April, ereignete sich auf Höhe des Hofguts Mariahof ein schwerer Unfall mit einer Kutsche. Die Pferde gingen aus ungeklärter Ursache durch. Als das Gefährt mit einem Begrenzungsstein kollidierte, wurden alle vier Mitfahrer hinausgeschleudert und verletzt. Eine Frau musste mit Knochenbrüchen behandelt werden. Vorfälle wie dieser sind keine Seltenheit. Zum Schutz von Mensch und Tier fordert die Tierrechtsorganisation PETA Oberbürgermeister Wolfram Leibe auf, touristische Pferdekutschen in Trier zu verbieten.

„Die Risiken bei Kutschfahrten sind unkontrollierbar, da Pferde Fluchttiere sind und selbst bei geringen Störungen leicht in Panik geraten können“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Da die Gefährte weder über sichere Bremssysteme, Airbags, noch über eine Knautschzone verfügen, sind schwere Unfälle mit Kutschen vorprogrammiert. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist deshalb ein Verbot von Kutschfahrten.“

PETA veröffentlichte Anfang 2018 erneut eine Pferdekutschen-Unfallchronik und warnt eindringlich vor solchen Fahrten: 2017 kam es deutschlandweit zu 41 Unfällen, bei denen drei Menschen getötet und 67 verletzt wurden – viele von ihnen schwer. Darüber hinaus starben drei Pferde, 17 weitere Tiere wurden verletzt. Im Vorjahr waren ebenfalls 41 Unfälle mit vier Toten und 61 Verletzten zu verzeichnen. Die mit Abstand häufigste Unfallursache war ein Erschrecken eines oder mehrerer Pferde im Straßenverkehr oder auf einem Wald- oder Feldweg.

In Rothenburg ob der Tauber wurde bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot für den historischen Kern der Altstadt vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.

Pferde sind sehr sensible und soziale Lauftiere, die in einer Herde leben möchten. Sie benötigen gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten zudem natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen.

1 KOMMENTAR

  1. Früher gab es viel mehr Kutschen, aber damals mussten sich die Pferde noch nicht mit Autos rumärgern. Beides besser trennen, damit die Pferde mehr Ruhe haben? Kutscher besser ausbilden? Kutschen modernisieren?

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