Ryanair dünnt Angebot am Flughafen Hahn weiter aus

0

Bildquelle: Hahn Airport

HAHN. Europas größter Billigflieger Ryanair dünnt nach Angaben einer Bürgerinitiative sein Angebot am Hunsrück-Flughafen Hahn weiter aus.

Das irische Unternehmen hatte bereits im Februar sechs dortige Streckenstreichungen mitgeteilt. Laut der Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn hat Ryanair im Sommerflugplan «auch noch die Frequenzen auf den Strecken nach Faro, Montpellier und Vilnius um jeweils einen wöchentlichen Flug reduziert».

Die Fluggesellschaft nahm hierzu nicht direkt Stellung, verwies aber auf eine frühere Mitteilung: «Die Entscheidung von Ryanair, die Zahl der am Flughafen Frankfurt-Hahn stationierten Flugzeuge von fünf auf vier zu reduzieren, ist auf die schwache wirtschaftliche Leistung zurückzuführen, da die Nachfrage nach Ryanair-Flugzeugen an anderen Flughäfen in ganz Europa zur gleichen Zeit steigt.»

Der Deutschen Presse-Agentur teilte Ryanair zudem mit, derzeit 39 Strecken am Hahn anzubieten – nach 43 im Sommerflugplan 2017. Größte Wachstumsbremse für den Hahn sei die deutsche Luftverkehrssteuer.

Laut der Bürgerinitiative sank die Zahl der wöchentlichen Hahn-Flüge von Ryanair von 145 im Sommerflugplan 2016 auf 135 im Sommer 2017 und auf nunmehr 117. Ryanair hebt mittlerweile auch verstärkt von Frankfurt/Main, Luxemburg und Köln/Bonn ab. Die Bürgerinitiative erklärte: «Das direkte Hahner Einzugsgebiet ist viel zu dünn besiedelt. Hieraus lässt sich keine ausreichende regionale Nachfrage generieren. Von den Nachfrageschwerpunkten – Ruhrgebiet, Großraum Frankfurt, Neckarregion, Benelux – liegt es zu weit entfernt.»

Der Flughafen Hahn verwies dagegen auf sein deutlich gewachsenes Frachtgeschäft. Im März 2018 beispielsweise habe es 16 542 Tonnen erreicht – eine Steigerung um 98 Prozent im Vergleich zum März 2017.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.