Feuerwehr Trier: 112 wird häufig gewählt – Mehr Einsätze im letzten Jahr

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TRIER. Brennende Bauabfälle, eine verletzte Person im Wald und ein Wohnungsbrand durch angebranntes Essen. Diese Auswahl an Einsätzen der Feuerwehr aus den vergangenen Tagen ist nur ein Bruchteil dessen, mit dem die Brandbekämpfer innerhalb eines Jahres zu tun haben. Die Bilanz für 2017 wurde vergangene Woche im Dezernatsausschuss III vorgestellt.

Die Berufsfeuerwehr rückte 1858 mal aus, was gegenüber den 1724 Einsätzen aus 2016 eine leichte Steigerung darstellt. Wie Feuerwehrchef Herbert Albers-Hain den Ausschussmitgliedern erläuterte, wurden seine Leute 645 mal wegen Bränden gerufen (2016: 592), 735 mal wegen technischer Hilfeleistungen (2016: 733) und 92 mal aufgrund einer Fehlalarmierung durch automatische Brandmeldeanlagen (2016: 98).

Unterstützung erhält die Berufsfeuerwehr von den elf Freiwilligen Wehren mit 424 Mitgliedern aus den Stadtteilen. Diese fuhren im vergangenen Jahr 93 mal raus, um Brände zu löschen (2016: 124). Einen Anstieg gab es bei den Brandsicherheitswachen: 238 mal begleiteten die freiwilligen Feuerwehrleute Veranstaltungen mit erhöhter Brandgefahr und vielen Besuchern (2016: 53). Zurückzuführen ist diese Steigerung auf mehr Veranstaltungen. Insgesamt kamen die Freiwilligen auf 362 Einsätze (2016: 225).

Einzigartig in Rheinland-Pfalz ist die Kopplung von Brandschutz und Rettungsdienst bei der Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehrleute werden also auch im Rettungsdienst eingesetzt. Hier gab es einen leichten Rückgang von 31.976 Einsätzen 2016 auf 31.429 im vergangenen Jahr. Auf mehrere Jahre betrachtet sei jedoch eine Steigerung festzustellen, erläuterte Albers-Hain. So lagen die Einsatzzahlen 2014 und 2015 bei 28.249 beziehungsweise 29.689. Das Gros bilden Fahrten mit dem Krankentransporter (15.130), die im Vergleich zu 2016 etwas abnahmen (15.910). Der Notarztwagen wurde 2106 mal gerufen (2016: 2470).

Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst sind zwischen 2014 und 2016 gestiegen. 2017 gab es einen leichten Rückgang. Die Einsätze der Berufsfeuerwehr bewegen sich in den letzten Jahren auf ähnlichem Niveau. Grafik: boe

Die Zahl der Fehleinsätze ist von 4018 in 2016 auf 4655 im Jahr 2017 gestiegen, was laut Albers-Hain auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist: Ereignisse, zu denen die Feuerwehr gerufen wird, stellen sich nicht als Einsatz heraus, Menschen alarmieren ohne Grund die Feuerwehr oder die Abrechnungszentren der Krankenkassen, die eigentlich die Kosten übernehmen, tun dies nicht. Ein solcher Einsatz wird statistisch auch den Fehl-
einsätzen zugerechnet.

Highlights im Jahr 2017 waren laut Albers-Hain die Vereidigung von 14 Feuerwehrbeamten, die ihre Ausbildung starteten, und die Beschaffung von neuen Drehleiterfahrzeugen, bei der die Berufsfeuerwehr eng mit fünf Kommunen der Region zusammenarbeitete. Als Ziele für dieses Jahr nannte der Feuerwehrchef unter anderem die noch stärkere Einbindung der Freiwilligen Feuerwehren und einen Grundsatzbeschluss zum Standort der neuen Hauptfeuerwache, deren Bau gegenüber den Kaiserthermen auf dem Gelände der Polizei geplant ist.

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