Urteil verkündet – Morddrohungen, mehrfache Körperverletzung, “Autobahnattacke“ auf Ex-Freundin

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TRIER. Die 2. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Trier hat am heutigen Tag einen Manne aus dem Raum Wittlich zu knapp 4 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte ist schuldig der Bedrohung in vier Fällen, in einem Fall in Tateinheit mit Körperverletzung, der Körperverletzung in zwei Fällen sowie des vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zur Herbeiführung eines Unglücksfalls in Tateinheit mit Körperverletzung und in weiterer Tateinheit mit vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen im Frühjahr/ Sommer 2016 seine ehemalige Lebensgefährtin in der mit den zwei gemeinsamen Kindern bewohnten Wohnung im Raum Wittlich angegriffen und mit den Fäusten gegen den Kopf geschlagen zu haben. Als die ältere Tochter versucht haben soll ihn von weiteren Angriffen abzuhalten, soll der Angeklagte ihr einen Schlag ins Gesicht versetzt haben.

Nach der Trennung soll der Angeklagte mehrfach seine ehemalige Lebensgefährtin an deren Wohnung aufgesucht haben. Im August 2016 soll er sich geweigert haben die ehemals gemeinsame Wohnung zu verlassen. Dabei soll er seine ehemalige Lebensgefährtin mit einem Messer bedroht und mehrfach mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben. Am darauffolgenden Tag soll er gegenüber den alarmierten Polizeibeamten seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit dem Tode gedroht haben.

Im September und Oktober 2016 soll der Angeklagte die ehemalige Lebensgefährtin insgesamt bei drei Begebenheiten aufgesucht und mit dem Tode bedroht habe, wobei er bei zwei Gelegenheiten ein Messer als Drohmittel verwendete.

Im Oktober 2016 begab sich die ehemalige Lebensgefährtin mit ihren Kindern und einem weiteren Zeugen nach Luxemburg. Dem Angeklagten wird vorgeworfen diese mit seinem eigenen Pkw, ohne im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis gewesen zu sein, auf der Autobahn gefolgt zu sein. Nachdem seine ehemalige Lebensgefährtin seiner Aufforderung auf dem nächstgelegenen Parkplatz anzuhalten nicht nachgekommen ist, soll er neben den Pkw des Zeugen gefahren und diesen drei Mal im Bereich des vorderen Kotflügels und der Fahrertür gerammt haben. Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge soll zu diesem Zeitpunkt mindestens 80 bis 90 km/h betragen haben.

Der Angeklagte stammt aus Serbien und ist bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er ist aufgrund des Haftbefehls vom 16. Oktober 2016 am darauf folgenden Tag festgenommen worden und seit dem ununterbrochen in Untersuchungshaft.

3 KOMMENTARE

  1. Wieso hat man den Typen nicht allerspätestens im August 2016 für mindestens 20 Jahre eingesperrt? MORD Drohung vor Zeugen und vorher schon mehrfach gewalttätig geworden!

    Statt dessen hat man ihm erst noch ein paar Monate lang die Gelegenheit gegeben, DREI Menschen umzubringen und lässt ihn 2020 schon wieder frei, das ist völliger Wahnsinn. Und für Ex und Kinder eine unerträgliche Bedrohung.

  2. Da schliesse ich mich an, die Opfer werden schlimmer bestraft als die Täter, kann man den nach der verbüssten Strafe nicht ausweisen ?

  3. Serben können meines Wissens seit Jahren ohne Visum nach Deutschland. Wenn der Täter in Deutschland in Haft bleibt, wäre das für die Ex wesentlich sicherer, als wenn er nach Serbien abgeschoben wird und kurz danach zu „Besuch“ in Wittlich auftaucht. Aber vielleicht bekommt er zur Haft-Entlassung ja eine elektronische Fußfessel und ein Gebietsverbot? Da kann ihn die Polizei rechtzeitig auf dem Weg zu seiner Ex abfangen.

    Die junge Frau heute in Neunkirchen (siehe andere Lokalo-Meldung) hatte leider weniger Schutz. Mein Beileid!

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