Schmetterlinge im Bauch? Trier im Frühling entdecken!

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Das Wahrzeichen der Stadt Trier, die Porta Nigra. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Bildquelle: dpa-Archiv, Dieter_G (Author – pixabay)

Trier gehört ohne Zweifel zu den Perlen unter Deutschlands Städten, der Ort mit seinen rund 110.000 Einwohner blickt auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte zurück. Seine römischen Baudenkmäler gehören seit dem Jahr 1986 dem UNESCO-Welterbe an, auch die reizvolle Lage im mittleren Moseltal sorgt für hohes touristisches Interesse. Im Frühling bietet sich eine wunderbare Gelegenheit, um Trier näher kennenzulernen.

Quellen aus der Antike berichten, dass bereits zu jenen fernen Zeiten bis zu 80.000 Menschen in der Moselstadt lebten, trotzdem dehnt sich die Altstadt über keine allzu große Fläche aus. Die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten lassen sich also problemlos auf einem Stadtspaziergang erkunden – und wer einfach etwas bequem oder schlecht zu Fuß ist, setzt sich direkt an der Porta Nigra in den Römer-Express.

Die kleine Straßeneisenbahn nimmt den Besucher mit auf eine 35-minütige Tour, am Geburtshaus von Karl Marx, den Kaiserthermen und zahlreichen mittelalterlichen Gebäuden vorbei. Erklärungen in verschiedenen Sprachen sorgen dafür, dass jeder Mitfahrer genügend Informationen zu den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten erhält. Wenn der Zufall es so will, umweht den Städtereisenden dabei eine frische Frühlingsbrise, doch wenn das Wetter nicht so mitspielen sollte, bieten die Waggons einen ausreichenden Regenschutz.

Nicht nur der Römer-Express, sondern auch die meisten Erkundungstouren zu Fuß starten an der Porta Nigra, dem prominenten Wahrzeichen Triers. Das »schwarze Tor« wurde ab dem Jahr 170 unserer Zeitrechnung als römisches Stadttor errichtet, seinen Namen verdankt es der dunklen Verfärbung des einst hellen Kordeler Sandsteins. Die Porta ist gegen Gebühr für Besucher geöffnet, über historische Treppen lässt sie sich auf mehreren Etagen begehen.

Der Ausblick von oben in Richtung Neu- und Altstadt lässt sich als durchaus lohnend bezeichnen, doch auch das Innere des alten Stadttores kann sich sehenlassen. Das Bauwerk befindet sich in direkter Nähe zur Einkaufsstraße, die bei sonnigem Frühlingswetter zum Bummeln, Shoppen und Sightseeing einlädt. Auch bei abendlicher Beleuchtung bereitet ein gemütlicher Stadtrundgang Freude, vorzugsweise inklusive Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants. Vielleicht erlauben es die Temperaturen sogar, beim Speisen im Freien zu sitzen und dabei die entspannte Atmosphäre der Altstadt zu genießen!

Nicht weit entfernt hat sich das Casino Trier angesiedelt, das einen besonderen Bekanntheitsgrad wegen seiner zahlreichen Spielautomaten und des Live-Roulettetischs erlangte. Hier trifft sich ein munterer Querschnitt der Trierer Bevölkerung – vom Studenten bis zum Bankmanager – am Spieltisch, um etwas Spannung in den Alltag zu bringen. Auch zahlreiche Touristen zieht es hierher, um einer alten – oder neu erworbenen – Leidenschaft zu frönen. Jeder von ihnen hat seine ganz eigenen Roulette-Zahlen im Kopf, mit denen er punkten möchte.

Ein solcher Spieleabend rundet einen gelungenen Urlaubstag auf gesellige und vergnügliche Weise ab! Wen es danach nach noch mehr Spaß gelüstet, der begibt sich in die Diskothek Metropolis oder den Nachtclub Toni am Domfreihof: Schließlich gehört zum Frühlingsbeginn auch das Tanzen und Flirten, denn ein Schuss Romantik versüßt schließlich jeden Urlaub.

Doch zurück ans Tageslicht: Wer noch einen weiteren Tag in den Trier-Aufenthalt investiert, kommt um eine Moselrundfahrt wahrscheinlich gar nicht umhin. Die sanften Hügel zu beiden Seiten des Flusses schmücken sich zu dieser Jahreszeit mit frischem Grün, während immer wieder historische Bauwerke ins Visier gelangen. Eine Panoramarundfahrt dauert etwa ein bis zwei Stunden, die Fahrt nach Saarburg und zurück nimmt einen halben Tag in Anspruch.

Einen ganzen Tag sollten Sie sich Zeit nehmen, um per Schiff das schmucke Mosel-Städtchen Bernkastel-Kues zu besuchen, das zahlreiche Fachwerkhäuser und ein herrlich malerisches Gesamtbild aufweist. Es lohnt sich gewiss, dem berühmten »Bonbon Willi« in seiner traditionellen Manufaktur einen Besuch abzustatten! Außerdem macht es einfach Spaß, die vielen humorvollen Inschriften auf den alten Gebäuden zu entziffern und vielleicht die eine oder andere Lebensweisheit mit nach Hause zu nehmen.

Die Moselschifffahrt stellt zur warmen Jahreszeit des Abends keineswegs den Betrieb ein: Sogenannte Moonlight-Cruises, untermalt von Live-Musik, sorgen für Partystimmung und gewähren ganz andere Einblicke ins schöne Moseltal als gewohnt: im silbrig glänzenden Mondenschein sieht die Welt schon wieder ganz anders aus!

Nicht nur Trier erblüht, sobald die ersten Frühlingssonnenstrahlen die Reiselust wecken, auch das Umland schmückt sich endlich wieder mit frischen Farben und duftenden Knospen. Der berühmte Moselwein lagert in den Kellern der Weingüter und Gaststätten – er wartet geradezu darauf, entkorkt und genossen zu werden. Zu einem Trier-Besuch gehört der Weingenuss einfach mit dazu: Ein fröhliches „Prost“ aus dem schönen Rheinland-Pfalz!

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